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/ Bahnsport

Speedway-Bundesliga: Rekordmeister Landshut siegt erneut

Der 18. Deutsche Meistertitel des AC Landshut in der Speedway-Bundesliga hatte es in sich: Der Rekordmeister aus Niederbayern musste in diesem Jahr zu Hause einen Rückstand aufholen, den er sich beim ersten Finale im hohen Norden einfuhr. In Landshut jubelten zum Schluss aber erneut die Hausherren – nach einem harten Stück Arbeit gegen die Wikinger aus Brokstedt.

Es war das schon vor der Bundesliga-Saison zu erwartete Duell – und eine Neuauflage der letztjährigen Meisterschaft: Landshut gegen Brokstedt bzw. Brokstedt gegen Landshut. In der Saison verloren die Devils aus dem Süden bereits früh gegen die Wikinger aus dem hohen Norden. Die Brokstedter ließen ihrerseits allerdings Punkte beim Bundesliga-Dritten aus Wittstock liegen, sodass beide Teams mit sechs Matchpunkten in die beiden Finals einzogen.

In Brokstedt zeigten die Gastgeber von Beginn an Flagge: Rune Holta und Lukas Fienhage sowie Kai Huckenbeck und Tobias Kroner ließen Martin Smolinski / Mark Riss bzw. Erik Riss/ Sandro Wassermann keine Chance und siegten jeweils mit 4:2. Tobias Kroner holte gegen Valentin Grobauer und Dominik Möser drei weitere Punkte. Nach dem ersten Durchgang stand es 11:7. Im zweiten Turn konnte aus Landshuter Sicht lediglich Martin Smolinski voll punkten, sodass die Brokstedter mit einem Sechs-Punkte-Vorsprung in die dritte Duellrunde gingen. Durch den Einsatz von Smolinski als taktische Reserve und einem weiteren Sieg des Bayern kam es kurzzeitig noch zum Ausgleich. Eine Vorentscheidung brachte dann Rennen elf mit sich, das Brokstedt mit Fienhage / Kroner klar 5:1 gegen Mark Riss/ Valentin Grobauer beendete. Im Rennen der C-Fahrer verkürzte Dominik Möser durch einen Laufsieg nochmals den Abstand. Finallauf eins entschieden jedoch Huckenbeck / Kroner deutlich mit 5:1 für sich, der zweite Finallauf endete 3:3 – und das Rennen 45:39 für Brokstedt.

Geschlagen gaben sich die Devils angesichts des Sechs-Punkte-Rückstands allerdings nicht. So setzte Landshut beim Rückkampf Leon Madsen statt Mark Riss ein. Die Aufholjagd verlief allerdings trotz des Rückschlages der Norddeutschen, bei denen Nachwuchspilot Hannes Gast im zweiten Lauf stürzte und keine weiteren Läufe absolvieren konnte, alles andere als einfach. Zwar lagen die Niederbayern nach dem ersten Durchgang mit 10:8 in Front, zur Führung in der Gesamtwertung fehlten allerdings immer noch Punkte. 3:3, 4:2, 2:4, 3:3, 3:3, 4:2 – auch der zweite und dritte Durchgang wollten keine Wende bringen. Dann aber kam Lauf zehn – und ein klares 5:1 durch die Landshuter Madsen / Smolinski gegen Holta / Huckenbeck. Die Wikinger holten zum Gegenangriff aus: Kroner wurde als Joker eingesetzt und Holta kam für Fienhage als taktische Reserve zum Einsatz. Riss / Grobauer verhinderten jedoch mit einem 3:3 das taktische Manöver. Im letzten Lauf vor den Finalläufen legten Möser / Wassermann einen Fünfer aufs sandige Parkett.

In Finallauf eins behielt Smolinski die Oberhand vor Huckenbeck / Kroner, Finale zwei brachte ein 4:2 durch Madsen / Wassermann gegen Holta / Fienhage. Das 49:35 für Landshut bedeutete auch gleichzeitig einen Acht-Punkte-Vorsprung in der Gesamtwertung. Landshut feierte mit diesem Sieg seinen 18. Deutschen Meistertitel. Seit 2009 und damit seit der Einführung der Finalduelle konnte Landshut sieben Mal den Titel an die Isar holen.

ERGEBNISSE
Deutsche Speedway-Mannschaftsmeisterschaft
(Speedway-Bundesliga)


Finale 1: MSC Brokstedt - AC Landshut 45:39
MSC Brokstedt, 45 Punkte
(Rune Holta, 14; Kai Huckenbeck, 12; Lukas Fienhage, 5; Tobias Kroner, 9; Hannes Gast, 1; Stephan Katt, 4)
AC Landshut, 39 Punkte
(Martin Smolinski, 16; Erik Riss, 6; Mark Riss, 2; Valentin Grobauer, 6; Sandro Wassermann, 1; Dominik Möser, 8)

Finale 2: AC Landshut – MSC Brokstedt 49:35
AC Landshut, 49 Punkte
(Leon Madsen, 15; Martin Smolinski, 14; Valentin Grobauer, 4; Erik Riss, 5; Dominik Möser, 3; Sandro Wassermann, 8;
MSC Brokstedt, 35 Punkte
(Rune Holta, 13; Kai Huckenbeck, 9; Lukas Fienhage, 3; Tobias Kroner, 7; Hannes Gast, 0; Stephan Katt, 3)

Endstand: AC Landshut – MSC Brokstedt 88:80

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