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ADAC Rallye Deutschland: Loeb siegt, Gassner jr. bester Deutscher 23.08.2010

Sébastien Loeb hat die ADAC Rallye Deutschland vom 19. bis 22. August 2010 klar dominiert und seinen achten Sieg in Folge gefeiert. Mit neun Bestzeiten auf 19 Wertungsprüfungen setzte sich der Weltmeister aus Frankreich klar mit 51 Sekunden Vorsprung auf seinen Citroën-Teamkollegen Daniel Sordo durch. Für Loeb war es bereits der fünfte Sieg in dieser Saison. Sein Landsmann Sébastien Ogier machte mit Rang drei das Wochenende für die Mannschaft von Citroën perfekt. Bereits beim kommenden WM-Lauf in Japan kann Loeb zum siebten Mal Weltmeister werden.

Der Spanier Sordo, der in Deutschland erstmals mit seinem neuen Co-Piloten Diego Vallejo startete, stellte sein Können auf den anspruchsvollen Asphalt-Prüfungen unter Beweis und erzielte vier Bestzeiten. Damit sorgte er für einen spannenden Kampf mit Loeb an der Spitze des Feldes. Auf der ersten Etappe am Freitag sah es so bereits nach einem Citroën-Erfolg aus. Auf der ‚Panzerplatte’, der mit 48 Kilometern längsten Wertungsprüfung im WM-Kalender, fiel die Vorentscheidung. Mit einer fehlerfreien Fahrt vergrößerte Loeb seinen Vorsprung, den er bis ins Ziel permanent vergrößerte. „Das war ein perfektes Wochenende für mich – ich fahre sehr gerne hier und es ist toll, dass mich so viele Leute unterstützen“, freut sich Loeb, der mit seinem Erfolg beim neunten von 13 Saisonläufen den Vorsprung in der WM-Wertung vor Ogier und Jari-Matti Latvala ausbaute.

Bei der ADAC Rallye Deutschland gingen von insgesamt 78 gestarteten Teams 13 deutsche Fahrer auf die schwierigen, selektiven Prüfungen rund um Trier, von denen sieben das Ziel erreichten. Bester Deutscher war Hermann Gassner Junior auf Gesamtrang 23. „Wir wollten unter die besten Fünf unserer Division kommen, jetzt sind wir auf dem vierten Platz“, freut sich Gassner über sein gutes Ergebnis. Ebenfalls zufrieden zeigte sich im Ziel Aaron Burkart, der in der Junior-WM den zweiten Rang hinter Hans Weijs junior belegte und damit die Führung in der Junior-WM-Wertung übernahm. Burkart kam nicht problemlos durch seine Heimrallye und beschädigte sich nach einem Ausrutscher auf der ersten Prüfung die Frontpartie stark und musste nach einem Reifenschaden das Rad wechseln. So verlor der Suzuki-Pilot gleich zu Beginn 15 Minuten. „Mehr als ein zweiter Platz wäre auch ohne meinen Ausrutscher am Freitag nicht möglich gewesen“, so Burkart.

Höhepunkt beim deutschen WM-Lauf war erneut die ‚Panzerplatte’ mit 48 Kilometern auf Bestzeit. Zwei Mal wurde die Königsetappe, welche die längste Prüfung im WM-Kalender ist, absolviert. Absolutes Neuland war für die Piloten hingegen die WP Hermeskeil/Gusenburg, die in diesem Jahr erstmals absolviert wurde. Die Schotterpassage am Ende der Prüfung begeisterte die zahlreichen Zuschauer.

Auch Rallyeleiter Armin Kohl zeigte sich mit der ADAC Rallye Deutschland rundum zufrieden. „Ich kann nur zufrieden sein. Alles hat so funktioniert, wie gedacht. Unser Grundkonzept stimmt seit Jahren und unsere Mannschaft hat tolle Arbeit geleistet“, erklärt Kohl, der bereits im September die Rahmenplanung für den deutschen WM-Lauf 2011 aufstellt.

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