Langbahn-Team-WM: Deutschland ist erneut Weltmeister
06.09.2010
Der vierte Titelgewinn in Folge ist perfekt. Das Team Germany mit der Fahrerbesetzung Matten Kröger, Stephan Katt, Richard Speiser und Martin Smolinski schaffte es im französischen Morizes erneut, die Konkurrenz in der Langbahn-Team-WM hinter sich zu lassen und sicherte sich im Tagesfinale der Punktbesten gegen Frankreich den Titel.
So eng wie in diesem Jahr war es noch nie, sagte Deutschlands Team Manager Josef Hukelmann. Starke Gegner, eine 8:7-Vorlaufniederlage gegen Großbritannien, eine Disqualifikation Smolinskis nach Ungereimtheiten bei der Helm- und Startplatzwahl und zusätzlich einen Ausfall Smolinskis im Finale der Tagesbesten hatte das DMSB-Team zu meistern. Am Ende stand die deutsche Nationalmannschaft dennoch erneut ganz oben auf dem Podest. Und das zum ersten Mal ohne Rekordweltmeister Gerd Riss, der aufgrund einer Verletzung fehlte.
Im ersten Vorlauf gegen England strauchelte das deutsche Team. Mit maximaler Punktezahl gegen Tschechien und Finnland katapultierten sich die Deutschen jedoch danach gemeinsam mit Frankreich nach vorne. Mit 10:5 Punkten beendete Deutschland das Rennen gegen die Niederlande. Dann kam das erste Aufeinandertreffen gegen den zu diesem Zeitpunkt punktgleichen Mitfavoriten aus Frankreich. Dramatik pur hielt dieser Lauf bereit.
Mannschaftsintern hatte man zwar die Startplätze regelgerecht getauscht, jedoch gab es bei der Absprache bezüglich der Helmfarben Probleme. Die Folge: Martin Smolinski musste wegen eine Zeitüberschreitung passen. Doch auch bei den Franzosen lief nicht alles rund: Matthieu Tresarrieu stürzte und durfte ebenfalls zum Rerun nicht mehr ans Startband rollen. Im ungewohnten Zwei gegen Zwei kämpfte Stephan Katt vier Runden lang mit Stephane Tresarrieu. Wir brauchten die Punkte, um als Este die Startplätze im A-Finale wählen zu können, so Katt.
Abschießend wählte Deutschland richtig. Stephan Katt legte abermals einen Blitzstart hin. Smolinski aber rollte schon kurz nach dem Start mit einem Getriebeschaden aus. Ich habe sofort gehört, dass es bei Martin Smolinski Probleme gibt und wusste: Nun liegt es an mir, erklärte Richard Speiser. Ein Sieg Katts und ein dritter Platz von Richard Speiser machten am Ende den Erfolg perfekt. Deutschland holte sich den vierten Titel in Folge. Damit die das Team bislang einziger und ungeschlagener Titelträger im 2007 erstmals ausgetragenen Wettbewerb der besten Langbahn-Nationen der Welt.