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Alles über Motorsport

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Schräglagen-Artisten auf Gras, Sand und Eis

Enge Zweikämpfe, unglaubliche Schräglagen – und das alles ohne Bremse. So sieht eine Kurzbeschreibung des Bahnsports, der auch Speedway genannt wird, aus. Mit Motorrädern, die teilweise nur über zwei Gänge verfügen, treten die Teilnehmer auf einer Oval-Strecke in drei verschiedenen Disziplinen gegeneinander an. Berühmt sind die Speedway-Rennen für ihre Powerslidings, bei denen die Hinterräder nach außen schlagen und die Piloten mit den Vorderrädern um die Kurven zirkeln.

Als klassisches Speedway gelten Rennen auf der 400-Meter-Kurzstrecke und gehen über vier Runden. Bei den Langbahn-Wettbewerben treten die Piloten auf einem 1.000 Meter langen Ovalkurs an und hier ist vor allem Ausdauer gefragt. Einen speziellen Rang nehmen die Eisspeedway-Rennen ein. In dieser Disziplin sehen die Zuschauer kaum die berühmten Slides. Dafür graben sich die fast drei Zentimeter langen Spikes tief ins Eis und sorgen für ordentlich Grip.

Auch für die kleinen Speedway-Fans ist gesorgt: Schon mit sechs Jahren können sich die Kinder auf den Sattel schwingen und in der Junioren-Klasse um den Sieg kämpfen. Die wichtigsten Championate in Deutschland sind die Deutsche Speedway-Meisterschaft und die Deutsche Langbahn-Meisterschaft. International gehören die deutschen Bahnsportler in fast allen Unterdisziplinen mit zur Weltspitze.