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Automobilsport: Langer Vorlauf für Sicherheitstanks und Bekleidungsnorm

Bei der Sitzung des DMSB-Exekutivkomitees Mitte November in Frankfurt wurden zahlreiche Beschlüsse gefasst, die ab der Motorsportsaison 2019 gelten werden. Die zuvor von den Fachausschüssen vorbereiteten Anträge wurden größtenteils angenommen – ein Beleg für die gute Sacharbeit dieser Expertengremien. Neben der Verabschiedung von Meisterschaftskalendern und Detailänderungen in den Reglements wurde vor allem eine zentrale Neuerung präsentiert: Der DMSB führt ab 2019 ein Online-Nennungssystem ein, das in einer Pilotphase für die Disziplinen Motocross, Enduro, Bergrennen und Automobil-Slalom genutzt wird. Das System verspricht Teilnehmern und Veranstaltern künftig vereinfachte und zügigere Abläufe.

Zwei Beschlüsse von Exekutivkomitee und Präsidium stellen langfristige Weichen für die Entwicklung der Sicherheit im Automobilsport. Zum einen folgt der DMSB der Einführung eines neuen Bekleidungsstandards der FIA. Ab dem 1. Januar 2022 dürfen Hersteller keine Bekleidung mehr nach dem alten Standard (8856-2000) produzieren, sondern müssen auf den neuen Standard (8856-2018) umstellen, der als wesentliche Änderung ein Ablaufdatum für die Bekleidung vorsieht. Die Umsetzung erfolgt sukzessive und langfristig, ab 2029 wird in allen Wettbewerben der neue Standard Vorschrift sein.

Ein intensiv erörterter Vorschlag betrifft eine umfassendere Einführung von Sicherheitstanks. Der DMSB folgt damit im Wesentlichen einer Empfehlung der FIA, die die Verwendung homologierter Sicherheitstanks (Normen FT3-1999, FT3.5-1999 oder FT5-1999) auch bei nationalen Veranstaltungen empfiehlt. Für den Bereich des DMSB wird dies sukzessive in den Jahren 2020 bis 2028 in die technischen Reglements einfließen. Dabei gehen die internationalen Serien, Events und Fahrzeuggruppen voran und der nationale Bereich folgt schrittweise. Generell ausgenommen bleiben die Fahrzeuggruppe G und die Disziplin Slalomsport.

 

 

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