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Berg-DM in Osnabrück: Internationale Konkurrenz ließ DM-Piloten keine Chance

Mit dem 52. Bergrennen von Osnabrück biegt die Deutsche Automobil-Bergmeisterschaft so langsam auf die Zielgerade ein. Anfang September in Eichenbühl und vier Wochen später beim Bergrennen Mickhausen werden die deutschen Titelträger im Freistaat Bayern festgemacht. Das Bergrennen am Teutoburger Wald war zuvor jedoch ein Austragungsort der Superlative und bot packenden Motorsport vor großer Kulisse. Die Rennsportfans, die teilweise sogar als Dänemark und den Niederlanden anreisten, erlebten eine perfekte Organisation des MSC Osnabrück.

In der Gesamtwertung gab es für die Deutschen beim einzigen FIA Hillclimb Cup-Lauf in der Bundesrepublik nicht viel zu holen. Die Übermacht der Meister aus den anderen Ländern war zu groß. Im Training war die deutsche Speerspitze Alexander Hin, mit der achtschnellsten Zeit gut bei der Musik. Doch am Renntag spielte die Elektronik des roten Osella PA30 verrückt und die Fehlersuche vor Ort blieb erfolglos. Auch Christian Triebstein hatte sich das Wochenende in der Borgloher Schweiz etwas anders vorgestellt. Noch gehandikapt von einer Verletzung rutschte der Nordhesse mit dem Dallara Opel gleich im ersten Training von der Strecke und war den ganzen restlichen Tag mit der Reparatur des Formel 3 beschäftigt.

Am Ende gelang ihm lediglich Schadensbegrenzung mit Gesamtrang 17. Georg Lang (11. als bester Deutscher), Thomas Conrad (14.) und Neuling Patrick Rahn (15.) musste Triebstein diesmal ziehen lassen. Im DMSB Berg-Cup verpasste Alexander Hin durch sein Ausscheiden das Aufschließen zu Triebstein. Georg Lang im MSW F3 übernahm somit den zweiten Ranglistenplatz von Hin. Mit Luft nach oben wie unten hat sich als vierter Thomas Conrad in der Tabelle festgesetzt. Der Schwabe gewann die 2-Literklasse der Sportwagen nach E2-SC.

Bei den Tourenwagen verkaufte sich Holger Hovermann im Opel Kadett C GT/R V8 sehr gut. Mit Rang drei in der Tourenwagen-Gesamtwertung war der Odenwälder sehr zufrieden. „Mit meiner Platzierung in diesem spektakulären und hochklassigen Feld, hinter den Landesmeistern Ronnie Bratschi und Nicolas Werver, bin ich mehr als zufrieden. Riskiert habe ich nicht alles. Für mich zählt weitern jeder Rennkilometer im Auto.“ In der Deutschen Bergmeisterschaft (Punktvergabe in den Klassen) konnte Hans-Peter Eller im VW Minichberger-Scirocco seine führende Position mit einem weiteren Sieg in der E1-1400 ccm festigen. Geht alles seinen gewohnten Gang, dann führt wohl an Hansi Eller kein Weg in der DM-Wertung vorbei. Nun auf Rang zwei in der Zwischentabelle rangiert Gruppe N-Pilot Rüdiger Zahn (Citroen AX GTi). Der Rheinhesse gewann seine Klasse bis 1400 ccm und profitierte vom Missgeschick des Christian Triebstein. Weiterhin auf dem vierten Platz in der Tabelle behauptet sich der Saarländer Kai Neu (Ford Focus ST), der am Uphöfer Berg seine Niederlagen in der Gruppe F bis 2000 ccm vom Hauenstein gegen seinen Dauerrivalen Markus Goldbach wettmachen konnte.

Die Klassen des KW Berg-Cup dominierten einmal mehr die, die sonst auch immer den Sieg davontragen. Eine Ausnahme war in Osnabrück die E1-1600. In einem beinharten Duell konnte Stefan Faulhaber (Opel Kadett 16V) Erwin Buck im von Motorenbauer Spiess unterstützten VW Scirocco 16V niederringen und seinen direkten Gegner auch in der Tabelle des DMSB Berg-Cup für Tourenwagen überholen und auf Zwischenplatz zwei vordringen.

Und auch in der 2-Liter Klasse der E1 blieb es spannende bis zum letzten Meter, da diesmal die zwei schnellsten Zeiten aus vier Rennläufen gewertet wurden. Zeitlich noch enger als bei den 1600ern verlief der Wettbewerb zwischen dem Luxemburger Canio Marchione (BMW 320 STW) als späterer Klassensieger und dem Deutschen Ex-Meister André Wiebe im Renault Clio mit Laguna-BTCC-Technik. Punktemäßig reichte Patrick Orth im BMW 320 Gerent E30 Rang drei in dieser Klasse, um die Führung im DMSB Tourenwagen-Berg-Cup zu behaupten. Vor den beiden abschließenden Veranstaltungen hat sich Patrick Orth ein kleines Polster herausgefahren, doch Spannung bis zum Schluss ist auf jeden Fall gegeben.

Der Gesamtsieger mit neuem Streckenrekord hieß Christian Merli aus Italien – und der ist der amtierende Berg-Europameister. Ebenfalls in neuer Rekordzeit gewann der Schweizer Ronnie Bratschi mit seinem Mitsubishi Lancer Evo 8 die Tourenwagen-Gesamtwertung.

PUNKTE
Tabelle Deutsche Automobil-Berg-Meisterschaft 2019

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