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Christian Triebstein (Dallara Opel F302). Foto Thomas Bubel

/ Bergrennen

Berg-DM: Saisonauftakt für die DM-Piloten beim Hill Race Eschdorf

Beim mit internationalen Spitzenfahrern besetzte European Hill Race Eschdorf in den Luxemburger Ardennen starteten die Piloten der Deutschen Automobil-Bergmeisterschaft in die Saison 2019.

Wegen der Staatstrauer im Großherzogtum war am Trainingstag eine Motorruhe bis 18 Uhr vorgeschrieben. Das vorhergesagte nasskalte Schauerwetter mit Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt, schreckte wohl einige Teilnehmer ab, auf die der Veranstalter nicht zählen konnte. Das 190er Fahrerfeld schrumpfte so auf 141. Bei extremen Bedingungen gab es dann einige Ausrutscher am stark verkürzten Trainingsabend am Samstag. Einer der Betroffenen war der Alzeyer Gerd Kauff bei seinem Comeback. Im Zielbereich kam der frühere Formel-3-Pilot mit dem Dallara-Nissan-World-Series-3-Liter Rennwagen von der Strecke ab. Trotz allem, kann sich das Resultat im Bereich der Formel-Rennwagen aus deutscher Sicht sehen lassen. Für Spannung bis zuletzt sorgte der Wertungsmodus. Nur der jeweils Beste von drei Wertungsdurchgängen gab den Ausschlag für das Endresultat. In der 2-Liter-Formel-Klasse siegte zwar wie erwartet der letztjährige Homburg-Gesamtsieger, der Franzose Anthony Loeuilleux im Tatuus Formula Master, doch Christian Triebstein (Dallara Opel F302) hielt den Anschluss. Bei den besten Bedingungen des Tages im letzten Lauf, musste sich Triebstein aber mit einem defekten Auspuffkrümmer herumschlagen und auf eine Attacke verzichten. Gleichzeitig drehte sich Loeuilleux in der Zielkurve ohne anzuschlagen. Mit Rang drei, noch vor dem jungen Franzosen Kevin Petit in einem von insgesamt vier Tatuus Master Honda, konnte Georg Lang mit seinem MSW VW-Audi HS 001 sehr zufrieden sein. Und auch Matthieu Wolpert (Dallara F303) ließ auf Rang fünf noch neun internationale Konkurrenten hinter sich. Einen überaus soliden Einstand am Berg, im Dallara F306 Spiess gab der Lipper Patrick Rahn auf Rang sieben. Den Etablierten könnte hier mittelfristig weitere Konkurrenz ins Haus stehen. Gleiches gilt für Andreas Voss, erstmals im Tatuus Master Honda auf Rang neun.

Bei den Sportwagen der Gruppe E2-SC bis 2000 ccm Hubraum bescherte Alexander Hin der Marke PRC einen dritten Platz auf dem Podium. Mit dem formschönen FPR12-Honda musste sich der Schwarzwälder lediglich dem jungen Coup de France-Champion Kevin Durot und dem Belgier Pascal Perez (beide Norma M20 FC Honda) geschlagen geben. Dino Gebhard im Norma mit leistungsschwächerem CN-Triebwerk gelang Rang fünf. Den knappen Sieg bei den CM-Fahrzeugen mit Motorradmotoren sicherte sich Ralf Kroll im Silver Car-Suzuki über den pfeilschnellen Franzosen Löic Hebinger im Speedcar Suzuki und dem jungen Adrian Marchal (Silver Car) aus Belgien.

Im Tourenwagenfeld konnte man die meisten deutschen Vertreter ausmachen. Als sechster der Tourenwagen-Gesamtwertung kann Holger Hovemann mit seiner Performance im Konzert der zahlreichen „Bergmonster“ als Erfolg werten. Das derzeit einzige deutsche Bergmonster vom Typ Opel Kadett C GT/R V8, wurde von seinem Piloten in der Gruppe E1 über 3 Liter auf einem hervorragenden dritten Platz hinter den Überfliegern Ronnie Bratschi (CH/Mitsubishi) und Porsche-Mann Nicolas Werver (F) eingeparkt. Der Tagesgesamtsieg ging an den Schweizer Marcel Steiner auf LobArt Mugen Honda V8.

ERGEBNISSE
European Hill Race - 31. Bergrennen Eschdorf (Gesamtwertung)

European Hill Race - 31. Bergrennen Eschdorf (Klassen)

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