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Die AG SimRacing arbeitet an vier zentralen Eckpunkten

Die AG SimRacing traf sich im November zu ihrer konstituierenden Sitzung und arbeitet seitdem Schritt für Schritt einen umfangreichen Aufgabenkatalog ab. Bei den jüngsten Sitzungen diskutierte das Gremium vor allem über vier zentrale Themenfelder. Neben der Definition von SimRacing stehen die Erstellung eines Reglements, die mögliche Struktur einer Deutschen Meisterschaft und das E-Learning als qualitätssichernde Zulassungsvoraussetzung auf dem Programm. Bei den neuen Strukturen für die digitale Variante des Motorsports achten alle Beteiligten stets auf die Kosten, denn SimRacing soll sich jeder leisten können.

Das Hauptziel bei allen Meetings ist dabei klar: Im Winter 2019/2020 soll zum ersten Mal mit Simulatoren eine Deutsche Meisterschaft ausgetragen werden. Dazu ist geplant, dass alle Teilnehmer im Vorfeld ein E-Learning absolvieren und ein Zertifikat erhalten, das als Zulassungsvoraussetzung dient. Damit würde sichergestellt, dass wirklich jeder SimRacer mit dem gleichen Wissensstand ins Rennen gehen kann.

Bei der zentralen Frage, wie Qualifikation und Endläufe der Meisterschaft strukturiert werden könnten, sind unterschiedliche Austragungsmodi denkbar. Deshalb werden die Communities bezüglich der Strukturierung der SimRacing-DM mit eingebunden und können frühzeitig ihre Vorschläge und Ideen einbringen, wie sie sich die erste SimRacing-DM vorstellen. Des Weiteren beschäftigt sich die AG damit, welche Simulationen für eine DM in Frage kommen.
Damit virtueller und realer Motorsport in Zukunft näher zusammenrücken, muss das Gremium jedoch zunächst einige grundlegende Eckpunkte erarbeiten. So entwickelt die AG SimRacing bereits erste Entwürfe eines Reglements für den virtuellen Motorsport. Außerdem diskutiert die AG eine genaue Definition für SimRacing als Motorsport-Disziplin. Der DMSB unterscheidet dabei klar zwischen professionellem SimRacing sowie den Gaming-Varianten für Smartphones („Mobile Gaming”) und Spielekonsolen („Casual Gaming”). Folglich sollte SimRacing auf jeden Fall eine realistische Simulation des Rennsports darstellen – mit Pedalen und Lenkrad – und neben Fahrer- und Reifenwechsel auch der Realität entsprechende Setup-Einstellung und Fahrhilfen, aber auch Benzinverbrauch sowie Reifenverschleiß beinhalten.

„SimRacing ist so wie Motorsport, der draußen auf einer echten Rennstrecke ausgetragen wird. Die Voraussetzungen und Bedingungen im virtuellen Motorsport sind die gleichen. Der Fahrer sitzt eben nur nicht im Cockpit, sondern mit seinen Pedalen und einem Lenkrad an einem Simulator“, sagt der Vorsitzende der AG SimRacing Jan Seyffarth, der Rennfahrer im Simulator und auf der realen Rennstrecke ist. „SimRacer müssen testen und trainieren, um schnell zu sein. Das Gripniveau ist unterschiedlich, das richtige Setup ist wichtig und man muss Verbrauchswerte und Reifenverschleiß im Auge behalten.“ Auch bei einem Ausrutscher sind die Folgen ähnlich: Wer die Betonwand nur leicht touchiert, hat eine Delle im Auto. Bei einem stärkeren Einschlag kann durchaus das Lenkrad schief stehen und ein kräftiger Unfall bedeutet das komplette Aus – ein Modus, der mit dem Stichwort „100%-Schadenmodell“ beschrieben wird.

Zu allen Fragen und Anregungen rund um das Thema SimRacing steht Marc Faetkenheuer, Mitglied der neuen Arbeitsgruppe SimRacing, für aktive 
SimRacer und Interessierte unter der E-Mail mfaetkenheuer@dmsb-academy.de als Ansprechpartner zur Verfügung.

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