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/ Rallycross

DRX in Schlüchtern: Lokalmatador Björn Urbach auf dem Siegertreppchen

Der dritte Stopp der insgesamt fünfteiligen Deutschen Rallycross-Meisterschaft (DRX) auf dem Ewald-Pauli-Ring des MSC Schlüchtern stand ganz im Zeichen der hessischen RX-Piloten: Lokalmatador Björn Urbach aus Schlüchtern, der übrigens seit mehr als 20 Jahren Vereinsmitglied ist, drückte kräftig aufs Gaspedal und konnte sich in seiner ersten richtigen RX-Saison als Dritter in der Kategorie SuperNationals PLUS durchsetzen.

 „Technisch war ich der Konkurrenz gegenüber eigentlich benachteiligt, da ich als einziger Teilnehmer über keine Differenzialsperre im Getriebe verfüge, die das Auto vor allem auf Schotter und in den Kurven besser unterstützt. Aber nach den bisherigen Rennen bin ich so langsam eins mit meinem Auto und kenne diese Strecke zudem aus dem Effeff, sodass ich mich außerordentlich über dieses Ergebnis freue“, berichtete der 40-Jährige, der sich für seinen Erfolg mit viel Jubel und einer Champagnerdusche feiern ließ.

Ebenfalls lautstark beglückwünscht wurden die beiden Hessen Dietmar Brandt (48) und seine Tochter Jeanine (24), die vor den rund 1.200 Zuschauern auf dem 920 Meter langen Waldkurs weiter für reichlich Furore sorgten. Die 24-Jährige aus Kaufungen siegte nach acht Runden mit einer Zeit von 5:13.932 Minuten vor Björn Barkhoff (28) und Björn Urbach mit ihrem BMW Compact E36 bei den SuperNationals PLUS. Später setzte sie sich noch als Zweite bei den DRX Rallycars durch. „Ich bin jetzt seit drei Jahren bei der DRX-Meisterschaft dabei und dieses Wochenende war mit Abstand mein bisher bestes“, kommentierte die Motorsportbegeisterte ihre Ergebnisse. Dass sie in der Serie auch mehrfach gegen ihren Vater Dietmar konkurriert, sieht die Hessin dabei eher als Motivation: „Klar ist es manchmal schwierig, da wir sehr viel Respekt voreinander haben und natürlich auch Rücksicht nehmen, aber durch seine starke Leistung zieht er mich mit und irgendwann kann ich ihn dann sogar übertrumpfen. Das ist zumindest mein Ziel“, so Jeanine Brandt weiter.

Tatsächlich erreichte ihr Vater Dietmar an diesem Rennwochenende genauso gute Resultate, siegte er einmal in seinem Golf VI R mit einer Zeit von 5:21:562 Minuten vor seiner Tochter und dem drittplatzierten Andreas Wendling (52) in der Kategorie DRX Rallycars. Weiter holte er bei den SuperCars wichtige Punkte, indem er nach dem Österreicher Willy Salzgeber (59) und vor Victor Smolski (50) die Zielflagge sah. „Der Ewald-Pauli-Ring ist quasi meine Hausstrecke, hier bin ich in den letzten Jahren die meisten Runden gefahren. Daher kenne ich hier jeden Winkel auswendig und konnte diesen Vorteil entsprechend für mich geltend machen“, erzählte der Geschäftsführer eines Autohandels.

Genau wie Lokalmatador Urbach sind auch die Brandts bereits seit mehreren Jahren Clubmitglieder beim MSC Schlüchtern e.V. und zeigten sich daher am Ende des Tages besonders stolz. Brandt senior konnte sich damit übrigens sowohl in der Pokalserie der Produktionswagen als auch in der Meisterschaftstabelle der Kategorien SuperCars und SuperNationals auf Platz eins kämpfen. In der Pokalserie führt er somit vor Jannik Riese (23) und Tim Kulikowski (16), in der anderen Meisterschaft vor Björn Barkhoff und Victor Smolski.

Freuen konnten sich allerdings auch die internationalen Teilnehmer an diesem Rennwochenende. Von den insgesamt 64 Fahrern aus Deutschland, Belgien, Österreich und Luxemburg machten ein Österreicher und ein Luxemburger von sich reden. Der Österreicher Willy Salzgeber gewann, wie bereits erwähnt, die Kategorie SuperCars, der Luxemburger Steve Haentges (48) erreichte bei den SuperNationals MINUS die Pole Position. Mit seinem Honda Civic Type R fuhr er über die acht Runden eine Zeit von 5:13:08 Minuten und war damit schneller als seine Konkurrenten Dustin Völzer (27) auf Position zwei und Ralph Wihelm (61) auf Platz drei.

In der Pokalserie bei den Produktionswagen MINUS bis 1.400 ccm konnte der Sönke Glöde (28) seine Top-Leistung vom ersten DRX-Event in Valkenswaard wiederholen und triumphierte vor seinem Rivalen Tim Kulikowski (16) und dessen Halbbruder Domenic Bendix (34). Bei den Produktionswagen PLUS ab 1.400 ccm gewann Bernd Kress vor Joe Kirch und Jannik Riese. Bei den DRX-Rookies kam Daniel Genz (36) vor Markus Ostfeld (33) und Marcel Genz-Farkas (24) ins Ziel.

Der vierte Stopp der DRX findet vom 7. bis 8. September auf dem Circuit Duivelsberg im belgischen Maasmechelen statt.

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