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/ Slalom

DSM: Paralleluniversum

Erstmalig in der Geschichte der DSM fanden am Wochenende 12/13.9.2020 zwei zur Deutschen Meisterschaft zählende Slalomwochenenden zur gleichen Zeit statt. Mit rund 220 Fahrern, die an diesem Wochenende um DSM-Meisterschaftspunkte fuhren, wurde - ausgerechnet in Coronazeiten - ein Rekordergebnis erzielt. Auf beiden Rennstrecken trat ein hochkarätiges Feld an, die Entscheidungen lagen oft im Zehntel- oder gar Hundertstelbereich und mancher Favorit musste unerwartet Federn lassen.

Das Veranstaltungsgelände im westfälischen Brilon durfte im Gegensatz zum bayrischen Schlüsselfeld sogar von maximal 300 Zuschauern besucht werden. Bei strahlendem Sonnenschein an beiden Tagen war diese Zuschauergrenze bald erreicht und die eigens eingerichtete Zugangskontrolle musste Interessierte abweisen.

Die ersten Doppelsiege der DSM-Saison verzeichneten Tobias Kluge, VW Polo (G6), Daniel Dichter, BMW 318is (G3) und Maurice Schmidt, Ford Fiesta (F8). Für sie war das Brilon-Wochenende der erste Einsatz in der DSM 2020. René Hoffmann, BMW 316i Compact (G5) und Daniel Streitberg, MX5 (G4) konnten ebenfalls, nach durchwachsenen Ergebnissen in Ahrweiler, im Hochsauerland an beiden Tagen voll punkten. In der seriennahen G1 teilten sich die BMW M2-Fahrer Lars Bröker und Nick Kollmeier die Klassensiege. Nick startet auch im Team des ADAC OWL und wie wichtig sein Klassensieg und damit volle Punkte in einer Klasse mit neun Startern war, sollte sich am Abend zeigen. Auf welch hohem Niveau das Duell Bröker-Kollmeier abläuft, zeigen die Platzierungen im Gesamtergebnis der beiden Tage: Lars kommt auf Platz 8 am Samstag und Nick sogar auf Platz 5 am Sonntag! Auch in der F9 teilten sich Tim und Kai Sorgenfrei die Klassensiege. Die F10 ging an beiden Tagen an Jan Hoffmann, die F11 an Roland Wallrab.

In der H12 nach Ahrweiler wieder ein Doppelsieg für Marcel Hellberg, der damit für das Team des ADAC OWL voll punktete und in der DSM mit vier Klassensiegen ganz weit vorne steht. Ähnliches erwartete man von Philipp Hartkämper auf den Golf GTi in der H13, doch ein technischer Defekt ließ ihn am Sonntag erst gar nicht antreten. Am Samstag rettete er nach einem Pylonenfehler gerade mal einen Vorsprung von 12/100 Sekunden vor André Remy Verryser ins Ziel, der wiederum am Sonntag den Sieg 42/100 vor Christian Redomski holen konnte.

Ein weiterer Hochkaräter des ADAC OWL, Dirk Schäfertöns, holte nach einem Sieg in Ahrweiler zwei weitere ungefährdete Klassensiege und sicherte damit maximale Punkte für das Team. Am Samstag war das auch der klare Gesamtsieg des 35. ADAC-Flugplatz-Slaloms des Briloner AC vor dem H15-Sieger Thorsten König. Am Sonntag wurde er in der Gesamtwertung des 37. ADAC Slalom des MSC Kindelsberg vom Berliner Felix Budzisch überflügelt, der am Samstag durch sechs Strafsekunden noch auf Platz 4 der Klasse H15 abstürzte.

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