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International Medical Training Days am Nürburgring

Wenn es um die Ausbildung medizinischer Einsatzkräfte im Motorsport geht, gehört Deutschland zu den führenden Nationen. Seit November 2014 ist die DMSB Academy vom Automobil-Weltverband als einer von weltweit nur drei „FIA-approved Medical Regional Training Providern” zertifiziert und darf damit Rettungsspezialisten auch aus anderen Ländern ausbilden. Am letzten Februar-Wochenende veranstaltete die DMSB Academy die „International Medical Days” in Zusammenarbeit mit dem DRK-Kreisverband Ahrweiler und dem Nürburgring. Für den dreitägigen Lehrgang kamen Teams aus den Niederlanden, Belgien, der Schweiz und von den deutschen Rennstrecken in die Eifel.

Das Programm, an dem insgesamt 92 Teilnehmer und 16 Referenten beteiligt waren, war speziell auf die jeweiligen Einsatzbereiche der medizinischen Kräfte zugeschnitten. Denn so besonders wie die Rennfahrzeuge, so vielfältig sind auch die unterschiedlichen Handgriffe und das Spezialwissen, das im Ernstfall benötigt wird. So wurden zum Beispiel die Besatzungen der Extrication Teams an unterschiedlichen Fahrzeugen geschult. Tourenwagen und GT-Fahrzeuge wurden dabei ebenso zu Schulungsobjekten wie ein Formel-Rennwagen oder ein Schulungs-Dummy der DMSB Academy, der sogar bereits mit dem Cockpit-Schutz Halo ausgestattet war, der ab 2018 in der Formel 1 eingesetzt wird. „Die verschiedenen Fahrzeugtypen erfordern zum Teil unterschiedliche Abläufe bei der Bergung von Verletzten”, weiß Armin Link, Beiratsmitglied der DMSB Academy. „Daher ist es wichtig, den Lehrgangsteilnehmern unterschiedliche Fahrzeuge, aber auch unterschiedliche Unfallszenarien vorzustellen.”

Neben den Extrication Teams, die aus fünf erfahrenen Rettungsassistenten bzw. Notfallsanitätern oder Feuerwehrmännern sowie einem Arzt bestehen, wurden am Nürburgring auch Besatzungen von Medical Cars und Medizinische Einsatzleiter geschult. Auf sie warteten zahlreiche praxisnahe Übungen und Situationen wie zum Beispiel die Stabilisierung bei potenziellen Wirbelsäulenverletzungen. Darüber hinaus fanden zwei RTTLS-Kurse (Race Track Trauma Life Support) statt – ein medizinischer Lehrgang, der, mit einem hohen Anteil an praktischen Übungen, das Konzept zur strukturierten und Prioritäten-orientierten Versorgung von schwerverletzten Patienten im Rahmen von Rennsportveranstaltungen vermittelt und aufgrund der optimalen Voraussetzungen vor Ort nun schon zum neunten Mal am Nürburgring durchgeführt wurde.

Im Anschluss konnten die Teams eine Prüfung ablegen, um das erworbene Wissen zu dokumentieren. Insgesamt fast 90 Ärzte, Rettungsassistenten, Notfallsanitäter und Feuerwehrleute erhielten am Nürburgring das begehrte DMSB-Zertifikat das international Gültigkeit hat.

Weitere Informationen:
www.dmsb-academy.de
www.kv-aw.drk.de
www.nuerburgring.de

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