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/ Bahnsport

Langbahn-WM: Fienhage holt sich Sieg beim ersten Finale

DMSB-Pilot Lukas Fienhage aus Lohne hat sich im ersten Langbahn-WM-Finale in Morizes durchgesetzt – und damit auch gleichzeitig einen bedeutenden Schritt in Richtung WM-Titel getan. Coronabedingt gibt es 2020 lediglich zwei Finals. Der 20-jährige Fienhage sicherte sich mit seinem Sieg in Frankreich 25 WM-Punkte. Das Podest teilten sich mit Fienhage der Franzose Mathieu Trésarrieu und Roman Hummel aus den Niederlanden. Max Dilger (Lahr) und Stephan Katt (Neuwittenbek) kamen auf die Plätze sieben und elf.

Fünf Finals hätten es eigentlich sein sollen. Auf zwei sind sie im Laufe des Jahres reduziert worden. Schon im Vorfeld gab es einige Veränderungen im Starterfeld. Aus deutscher Sicht sagte Martin Smolinski, Weltmeister des Jahres 2018 und Vize-Weltmeister im Vorjahr, seine WM-Teilnahme verletzungsbedingt ab. Max Dilger kam für den Gengenbacher Bernd Diener ins Rennen, der coronabedingt nicht an den Start gehen wollte.

Lukas Fienhage, der 2019 seine erste volle WM-Saison gefahren ist und bereits damals sein erstes WM-Finale gewann, musste in seinen fünf Vorläufen nur einen Punkt an den Niederländer Theo Pijper abgeben. Gegen den Topfavoriten und Lokalmatadoren Mathieu Trésarrieu gewann er allerdings, was ihm schließlich Platz eins nach den Vorläufen einbrachte – und damit den Direkteinzug ins Tagesfinale. Die Fahrer der Plätze zwei bis elf mussten sich über die Halbfinals qualifizieren, was Trésarrieu, Hummel, Pijper und dem Britten Zach Wajknecht gelang. Im alles entscheidenden Finale erwischte Fienhage von außen einen guten Start – und zog praktisch gemeinsam mit Trésarrieu in die erste Kurve. Fienhage setzte sich durch, kam als Erster heraus und baute seinen Vorsprung bis ins Ziel weiter aus. Seinen Traum vom WM-Gold erfüllen will sich der Niedersachse nun Ende September im polnischen Rzeszów. Die Vergabe der Langbahn-WM in die Stadt im äußersten Südosten Polens sorgte im Vorfeld bereits für Diskussionen. Denn Rzeszów mit seiner 395 langen Bahn war bereits 2013 Austragungsort einer WM – allerdings im Speedway. Fienhage, der auch erfolgreich auf der Kurzbahn unterwegs ist, dürfte  das entgegenkommen.

Alle Läufe, das Ergebnis und der WM-Stand sind [unter diesem Link] zu finden

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