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Slalomsport: Hans-Martin Gass holt den DSM-Meistertitel

Die Deutsche Slalom-Meisterschaft (DSM) war spannend bis zum Schluss: Erst mit dem letzten Lauf bei den „Dölln 5000“ (15. und 16. September) stand fest, wer auf das Treppchen der Meisterschaft kommt.  Hans-Martin Gass vor Hans-Dieter Meckel und Nikolas Dietz standen am Ende ganz oben in der Abschlusstabelle.

Sieben Fahrer waren noch mit Titelhoffnungen zu den Läufen 10 und 11 zum Driving Center Groß Dölln angereist. Drei der Favoriten starteten in der Klasse G: Gleich in der ersten Startgruppe war G5-Fahrer Manfred Bläsius dabei, der allerdings nur theoretische Chancen hatte. Handfeste Chancen durfte sich dagegen der bis Lauf fünf als Tabellenführer geführte Steve-Nicola Zocher ausrechnen. Ihre Klasse gewinnen mussten sie jedoch beide – und beide mussten sich bereits am ersten Tag, als es um den „Goldenen Bären von Berlin“ des PSV Berlin ging den Konkurrenten beugen. Manfred Bläsius war in der Fahrtzeitsumme 0,55 Sek. langsamer als Tochter Michelle, die ihren ersten Klassensieg in der DSM feiern konnte und diesen Erfolg am Sonntag gleich wiederholte. Der Vaterstolz war stärker als die Enttäuschung über die vergebene Mini-Chance und Manfred Bläsius konnte sich mit seiner Tochter freuen. Steve-Nicola Zocher verlor gegen den amtierenden Vizemeister Henrik Stoldt 1,5 Sekunden und war damit ebenfalls aus dem Rennen. Am Sonntag wird er nur Dritter in der Klasse und landet so auf Platz sieben der DSM 2018.
Hans-Dieter Meckel war mit seinem BMW 118i in der G3 ebenfalls rund 1,5 Sek. langsamer als Jens Völker – doch der hatte nach einem Schaltproblem 15 Strafsekunden auf dem Konto und musste Meckel den Tagessieg überlassen. Mike Röder, der viermalige DRSM-Champion, zog in der Klasse F9 völlig unangefochten seine Runden und konnte seine Chancen auf den Titel wahren. Am Sonntag folgte ein weiterer klarer Klassen- und Divisionssieg und Röder eroberte so am Ende Platz vier der Meisterschaft.

Nikolas Dietz lieferte in der H12 mit alten Reifen ein weiteres Streichresultat, als er nur Dritter in der Klasse wurde. Aber er blieb immerhin weiterhin im Meisterschaftsrennen. Am Sonntag wechselte er auf neue Reifen – das bescherte ihm den Klassensieg und Rang drei in der DSM-Abschlusstabelle. In der H14 hatte Reinhard Nuber das Nachsehen gegen Ralph Noelle und verabschiedete sich aus der Meisterschaftsentscheidung, sein Klassensieg am Sonntag brachte ihn immerhin noch auf Platz sechs der Tabelle. In der H15 fuhr Hans-Martin Gass fehlerfrei, war aber nicht der Schnellste. Doch dann konnte er aufatmen: André Jeuschede warf eine Pylone um. Damit gewann Gass am Samstag die Klasse und lag damit voll im Plan: Zwei Klassensiege am Sonntag würden ihm zu seinem ersten Einzeltitel nach bereits vier Slalom-Mannschaftstiteln reichen.

So kam es am Sonntag zum Showdown: Meckel legte vor, als er mit knapp einer Sekunde seine Klasse gewann. Nur noch Gass konnte ihn verdrängen, doch dazu musste er den Klassensieg einfahren. Mit einem zweiten Platz wäre er nur Dritter in der Meisterschaft geworden! Seine Wertungsläufe fingen denkbar schlecht an: Seinem Teampartner auf dem gemeinsam gefahrenen Audi TFSi schlug im ersten Wertungslauf die nicht richtig befestigte Motorhaube gegen die Windschutzscheibe – das sorgte für Stress und Hektik. Die BMW-Fahrer André Jeuschede, Felix Budzisch und Martin Skrzpietz setzen Gass dazu noch mit ihren Ergebnissen gehörig unter Druck, als sie mit ähnlichen Zeiten durchs Ziel fuhren. Und dann ging als letzter Fahrer schließlich Hans-Martin Gass auf die finalen 4.000 Meter der am Sonntag gekürzt befahrenen Dölln-5.000-Strecke. Nervenstark, kontrolliert schnell und sicher fehlerfrei gewann Gass überzeugend und damit standesgemäß die Gesamtwertung des 29. MSC-Rennslaloms und beendet damit die DSM-Saison 2018 als Meister.

Weitere Infos:

Ergebnis Samstag
Ergebnis Sonntag
DSM-Tabelle

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