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Foto: Michael Eder

/ Bahnsport

Speedway of Nations in Landshut: Team Deutschland qualifiziert sich für das Finale

Beim „Race Off 1“ des FIM Speedway of Nations, das der AC Landshut am vergangenen Samstag ausrichtete, sahen die Besucher packenden Bahnsport. Im Landshuter Speedwaystadion lösten die Mannschaften aus Schweden und Polen sowie Gastgeber Deutschland das Ticket für das große Finale Ende Juli im russischen Togliatti. Die Gegner werden beim „Race Off 2“ am kommenden Wochenende in Manchester ermittelt.

Eine gewisse Spannung im weiteren Sinne kam schon vor der Veranstaltung immer wieder auf, da die Wettervorhersage nichts Gutes versprach. Glücklicherweise hatten sich die Verantwortlichen bereits am Donnerstag entschieden, die Bahn abzudecken, da umfangreiche Regenfälle vorhergesagt worden waren. „Das und die Absage des Trainings hat sich rückwirkend betrachtet als die einzig richtige Entscheidung erwiesen. Die Bahn war in einem guten Zustand“, resümiert ACL-Vorstand Gerald Simbeck.

Für die deutsche Mannschaft begann das Rennen vor über 3.000 Zuschauern zunächst wunschgemäß mit einem 5:1 von Kai Huckenbeck und Martin Smolinski gegen die Italiener Nicolas Covatti und Paco Castagna. Huckenbeck gelang ein guter Start, Smolinski machte den verlorenen Boden in der zweiten Kurve wieder wett, indem er beide Italiener im Handstreich innen überholte. Schon etwas schwerer tat sich der Gastgeber dann gegen die Tschechen, bei denen insbesondere Vaclav Milik furios auffuhr. Immerhin konnten sich beide Deutsche an Miliks Teamkollegen Eduard Krcmar vorbeischieben und ein 3:3 herausholen.

Bangen mussten die heimischen Fans dann nach dem Aufeinandertreffen mit den Slowenen und den überaus starken Schweden, befand sich die Mannschaft doch zu diesem Zeitpunkt durch zwei 4:2 hintereinander auf dem fünften Platz. In den letzten beiden Heats gaben die Gastgeber jedoch nochmal alles. Auf ein 5:1 gegen die Ukraine folgte ein überraschendes 3:3 gegen die Polen, bei dem sich U21-Fahrer Michael Härtel noch an Patryk Dudek auf Rang drei vorbeischieben konnte und damit den Fans gewaltig einheizte. Dies hieß dann insgesamt zunächst Platz drei für die Mannschaft von Teammanager Herbert Rudolph.

Im abschließenden Hoffnungslauf gegen die Tschechen fuhren Martin Smolinski und Kai Huckenbeck nochmals ein 3:3 ein, sodass sie den insgesamt dritten Platz und damit den Finaleinzug ins Finale perfekt machten.

„Die Jungs haben nach einem kleinen Durchhänger nochmal super gekämpft und sich das Ticket nach Russland redlich verdient“, so Rudolph nach dem Rennen. „Insbesondere das 3:3 gegen die bärenstarken Polen hat uns einen wichtigen, so nicht unbedingt einkalkulierten zusätzlichen Punkt verschafft, der am Ende das Zünglein an der Waage war. Hier haben Martin und Michi ihre Kenntnis der Landshuter Bahn voll ausspielen können. Ich freue mich sehr über das Ergebnis, das bestätigt, dass der Finaleinzug im vergangenen Jahr keine Eintagsfliege war.“

Trotz aller Stärke der Polen, bei denen vor allem GP-Fahrer Bartosz Zmarzlik konstant punktete, hatten sie zum Schuss gegenüber einem Team das Nachsehen, das noch stärker fuhr. Der Sieg ging an die Schweden, bei denen „Fast Freddie“ einen Spitzentag erwischte und all seine Heats souverän gewann. Die Plätze vier und fünf belegten die Tschechische Republik und das Team aus Slowenien. Die Ukraine wurde Sechster vor Italien.

Nun heißt es für das Team Deutschland abwarten, wer sich am kommenden Wochenende beim zweiten Race Off im englischen Manchester durchsetzen wird. Dort treffen die Teams aus Australien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Lettland und den USA aufeinander.

ERGEBNIS
Speedway of Nations Race Off 1, Landshut

1. Schweden, 25 Punkte: Fredrik Lindgren 18, Peter Ljung 6, Filip Hjelmland 1
2. Polen 24: Patryk Dudek 7, Bartosz Zmarzlik 15, Bartosz Smektala 2
3. Deutschland 20: Kai Huckenbeck 8, Martin Smolinski 11, Michael Härtel 1
4. Tschechien 19: Vaclav Milik 16, Eduard Krcmar 2, Jan Kvech 1
5. Slowenien 19: Matej Zagar 13, Matic Ivacic 4, Nick Skorja 2
6. Ukraine 10: Stanislav Melnychuk 8, Andriej Rozaliuk NS, Marko Lewiszyn 2
7. Italien 9: Nicolas Covatti 9, Paco Castagna 0, Michele Menani 0

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