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SuperMoto IDM: Saisonabschluss in Schleiz

Am ersten Oktoberwochenende ging die SuperMoto IDM am Schleizer Dreieck zu Ende. Bis zum Schluss war das Rennen um den Titel des Deutschen Meisters 2020 in dieser kurzen, aber spannenden Saison offen. Bedingt durch die Corona-Pandemie konnten in diesem Jahr nur vier Rennen in Cheb, Wittgenborn, Oschersleben und Schleiz mit nur wenigen Zuschauern und einigen Einschränkungen für die Fahrer und ihre Teams stattfinden.

Schwierige Bedingungen
Die äußeren Bedingungen waren dabei anspruchsvoll. Schon in den freien Trainings sorgten Dauerregen und Temperaturen um 8 °C in den sieben Meisterschaftsklassen für schwierige Verhältnisse, und auch im weiteren Verlauf des Samstags verbesserten sich die Wetterbedingungen nicht. Das führte dazu, dass die SuperMoto-Piloten mit einer extrem nassen und rutschigen Alphaltstrecke und einem Offroad, der komplett unter Wasser stand, zu kämpfen hatten.

Die Qualifikationen am Samstagnachmittag wurden zu einer Rutschpartie im Schlamm mit vielen Stürzen. Auch die S1-Piloten hatten ihre Schwierigkeiten mit dem versumpften Offroad und der glatten Rennbahn. Trotzdem konnten die Meisterschaftsführenden eine passable Leistung abliefern und sich mit einer Rundenzeit von unter 1:30 Minuten wieder an die Spitze setzten. Simon Vilhelmsen schaffte es erneut auf die Pole-Position, dicht gefolgt von Steffen Albrecht auf dem zweiten und Max Banholzer auf dem dritten Startplatz.

Auch am Rennsonntag waren die Spuren des verregneten Vortages noch deutlich zu spüren. So musste nach den ersten Läufen der Ü40 und der S3 die Mittagspause vorverlegt werden, damit die Rennstrecke auf Vordermann gebracht werden konnte. Der Asphalt wurde gesäubert und im Offroad wurden viele Löcher zugeschüttet, damit die Fahrer dort nicht mehr stecken bleiben konnten.

Vilhelmsen dominiert den ersten S1-Lauf
Mit einer vorerst passablen Strecke konnte die Meisterklasse dann an den Start gehen. Von der Pole-Position aus dominierte Simon Vilhelmsen das komplette Rennen und fuhr Runde um Runde mehr Abstand heraus. Aber auch der ehemalige Deutsche Meister Jan Deitenbach schnitt trotz seiner Position vom sechsten Platz grandios ab, setzte sich direkt am Start auf Platz zwei und konnte diesen im ganzen Rennen, gefolgt von Steffen Albrecht, verteidigen. Max Banholzer und Gaststarter Lionel Derridder sorgten für einen spannenden Kampf um Platz vier. Immer wieder überholten sie sich und ließen bis zur Zieleinfahrt alles offen. Letztendlich schaffte es Banholzer knapp vor Derridder auf den vierten Platz. Auch Tim Szalai bewies sein Talent als SuperMoto-Pilot und fuhr als bester Rookie auf den elften Platz.

Buschberger fährt mit Bravourleistung zum Sieg
Das zweite Rennen der S1 brachte dann viele Überraschungen mit sich. Zuerst konnte Simon Vilhelmsen nach einem guten Start die Führung verteidigen, musste sich allerdings nach einigen Minuten geschlagen geben. Andreas Buschberger schaffte es, sich am Offroad-Eingang in der ersten Runde erst auf Position drei vor Jan Deitenbach und dann in der zweiten Runde auf die zweite Position vor Steffen Albrecht zu setzten. Zur Hälfte des Rennens konnte er auch Simon Vilhelmsen überholen und so den letzten Lauf der Startklasse 1 in der Saison 2020 überraschend aber verdient für sich entscheiden. Nachdem Jan Deitenbach im Gelände durch einen Fahrfehler seine Husqvarna ausbremste, wich Lionel Derridder im letzten Moment aus und zog an ihm vorbei. Leider konnte der Deutsche SuperMoto-Meister 2019 das Rennen nur auf dem fünften Platz beenden. Bester Rookie wurde überraschend Kevin Röttger, welcher die inzwischen besseren Streckenbedingungen für sich ausnutzte. Er zeigte, dass er durchaus mit den erfahrenen S1-Piloten mithalten kann, als er das Rennen auf dem neunten Platz beendete.

Spitzengruppe im ersten S2-Lauf komplett eliminiert
In der Startklasse 2 wurde der erste Lauf, wie auch bei dem vorherigen Rennwochenende in Oschersleben, durch viele Stürze geprägt. Direkt zu Beginn des Rennens verunfallten die ersten drei Fahrer Holger Salmen, Thomas Hiebl und Tobias Hiemer bei den Kickern im Gelände. Colin Beischroth, der sich in dem Moment auf dem vierten Platz befand, konnte gerade noch davonkommen, in der rechten Spur an den Fahrern vorbeiziehen und das Rennen von nun an anführen. Auch Rasmus Priergaard, der nach einem guten Start durch einen Fehler einige Plätze verlor, und Mirco Jordan profitierten von dem Crash, fuhren an den verunfallten S2-Piloten vorbei und schafften es auf Platz zwei und drei.

Hiebl dominiert zweiten S2-Lauf
Im letzten Lauf der S2 gab es glücklicherweise kaum Unfälle. Thomas Hiebl schaffte es nach einem sehr guten Start gleich auf den ersten Platzt und dominierte das komplette Rennen, gefolgt von Colin Beischroth, der seinen Platz ebenfalls bis zum Schluss verteidigte. Durch einen Fahrfehler verlor Rasmus Priergaard seinen dritten Platz und konnte sich dann erst nach Tobias Hiemer, Mirco Jordan und Maik Dobbert wieder einordnen. Zum Ende des Rennens schaffte er es noch, Dobbert wieder zu überholen, fuhr allerdings nur auf dem fünften Platz durchs Ziel. Holger Salmen konnte verletzungsbeding durch den Crash im ersten Rennen nicht antreten.

Simon Vilhelmsen ist Meister
Mit seiner guten Leistung am Finalwochenende sicherte sich Simon Vilhelmsen den Titel. Er wurde mit 167 Punkten in nur vier Rennen zum Deutschen SuperMoto-Meisters 2020. Deutscher Vizemeister ist Peter Banholzer mit 154 Punkten. Die Bronze-Medaille geht an Steffen Albrecht, der zwar punktgleich mit Jan Deitenbach abschloss, allerdings mehr Tagessiege einfahren konnte und es somit noch aufs Treppchen geschafft hat. Die Meisterschaft der Startklasse 2 gewinnt Colin Beischroth mit 152 Punkten. Auf dem zweiten Platz Tobias Hiemer mit 143 Punkten dicht gefolgt von Holger Salmen mit 140 Punkten auf dem dritten Platz.

Weitere Informationen sowie die kompletten Meisterschaftsstände gibt es unter www.supermotoidm.de

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