Bergrennen: Mehr Sicherheit auf der Strecke

Bei seiner Herbsttagung Mitte Oktober arbeitete der Fachausschuss (FA) Bergrennen eine umfangreiche Themenliste ab. Eines davon: Die Wahl eines neuen Vorsitzenden. Die Mitglieder entschieden sich für personelle Kontinuität und wählten Marcus Malsch, der das Gremium seit 2013 leitet, für eine weitere Amtszeit. Der neue und alte Vorsitzende muss nun noch durch das DMSB-Präsidium in seinem Amt bestätigt werden. Internationale Prädikate, die Weiterentwicklung der nationalen Reglements und Ansätze zur besseren Nachwuchsförderung waren weitere wichtige Diskussionspunkte im Gremium.

Einen insgesamt zufriedenen Rückblick konnte der Ausschuss auf den Verlauf der Saison 2017 werfen. Ein Manko: Zu wenige Nachwuchspiloten finden ihren Weg in den Bergrennsport. Der FA konnte hierzu bereits während der Sitzung Ansätze besprechen, die nun weiterverfolgt werden. Ziel ist dabei, eine Möglichkeit zum kostengünstigen Einstieg in diese Motorsportdisziplin anzubieten.

Auf Basis der Erkenntnisse aus der abgelaufenen Saison wurden in der Sitzung außerdem die Reglements für das Jahr 2018 überarbeitet. Zu den wichtigen Neuerungen gehört zum einen die Überarbeitung von Art. 8 des Berg-Reglements (Sicherheitsfahrzeuge). Hier wird künftig der – bislang optionale – Einsatz mindestens eines Medical Intervention Cars (MIC) obligatorisch. Eine weitere Änderung betrifft die Überarbeitung der Punktevergabe in der Deutschen Automobil Berg Meisterschaft. Sie soll – insbesondere für Außenstehende – transparenter werden. So können etwa Zuschauer nicht nur das reine Geschehen auf der Rennstrecke verstehen, sondern auch das Meisterschaftsgeschehen: eine Maßnahme, die für insgesamt höhere Attraktivität des Bergsports sorgen soll.

Auch dem internationalen Bergrennsport widmete sich der FA in seiner Sitzung. Mit großem Interesse wird etwa die Erarbeitung der neuen Performanceklassen im FIA-Bereich verfolgt. Die Einführung ist in den nächsten Jahren vorgesehen. In jedem Fall könnte dies ein Modell auch für zukünftige Entwicklungen in Deutschland sein. Erfreut hat der FA registriert, dass die Austragung der Siegerehrung zur Europäischen Berg-Meisterschaft der FIA in Deutschland stattfand. Vor der Zeremonie der Rennsportgemeinschaft Altensteiner Oberland e.V. war dies zuletzt vor elf Jahren der Fall. Ein weiteres internationales Thema war der Beschluss, eine Equipe für das FIA Hill Climb Masters zu nominieren. Beim alle zwei Jahre stattfindenden Masters lädt die FIA ihre ASN zur Entsendung der stärksten nationalen Fahrer ein. Als Teamkapitän wurde FA-Mitglied Christoph Schackmann bestimmt, der die weiteren Vorbereitungen koordiniert.

Zurück

Weitere Meldungen