Ein spannendes Saisonfinale, packende Titelentscheidungen und herausragende sportliche Leistungen: Mit dem letzten Prädikatslauf der Deutschen Rennslalom-Meisterschaft (DRSM) am 24. Oktober in Bad Driburg am Bilster Berg fand die Slalomsaison 2026 ihren feierlichen Abschluss. Im Rahmen der gemeinsamen Jahressiegerehrung wurden die erfolgreichsten Fahrerinnen und Fahrer der Deutschen Rennslalom-Meisterschaft, der Deutschen Slalom-Meisterschaft, der Deutschen Slalom-Team-Meisterschaft, des Deutschen Slalom Ladies Cups sowie des Deutschen Slalom Junior Cups ausgezeichnet.
Florian Bodin verteidigt Titel in der Deutschen Rennslalom-Meisterschaft
Elf Wertungsläufe an sechs Veranstaltungsorten bildeten in diesem Jahr die Deutsche Rennslalom-Meisterschaft. Von Eggenfelden über Osann-Monzel, Groß Dölln, den Nürburgring und Oschersleben führte die Saison zum großen Finale am Bilster Berg. Dort erwarteten die Teilnehmenden niedrige Temperaturen und eine nasse Strecke, die für zusätzliche Herausforderungen sorgten.
Besonders spannend gestaltete sich der Titelkampf zwischen Florian Bodin und Michael Thurner. Mit gerade einmal 0,1 Punkten Vorsprung war Thurner als Meisterschaftsführender zum letzten Lauf angereist. Zehn Klassensiege hatte der Mazda-MX-5-Pilot bis dahin eingefahren. Auch beim Saisonfinale lieferte er den benötigten Klassensieg ab. Dennoch reichte es am Ende nicht für den Meistertitel.
Diesen sicherte sich erneut Florian Bodin, der im Porsche 996 GT2 ebenfalls unter Siegpflicht stand. Nach acht Klassensiegen im Saisonverlauf behielt er auch beim entscheidenden Lauf die Nerven und setzte sich an die Spitze der Gesamtwertung.
Für Bodin bedeutete der Erfolg die zweite DRSM-Meisterschaft in Folge. Nachdem er 2025 noch im BMW E46 STW erfolgreich gewesen war, gelang ihm die Titelverteidigung nun im Porsche 996 GT2. Damit ist er neben Mike Röder erst der zweite Fahrer, dem zwei aufeinanderfolgende Titelgewinne in der Deutschen Rennslalom-Meisterschaft gelangen.
Hinter Bodin sicherte sich Michael Thurner nach Rang drei im Vorjahr diesmal den Vizemeistertitel. Den dritten Platz belegte der vierfache DRSM-Meister Mike Röder, der im Laufe der Saison neun Klassensiege gesammelt hatte.
Deutsche Rennslalom-Meisterschaft:
- Florian Bodin
- Michael Thurner
- Mike Röder
- Claudia Pawlowska
- Matthias Nausch
Jannik Sanin triumphiert in der Deutschen Slalom-Meisterschaft
Auch die Deutsche Slalom-Meisterschaft (DSM) bot 2026 hochklassigen Motorsport. In den drei Regionen Nord, Mitte und Süd kämpften die Teilnehmenden zunächst um wertvolle Punkte und die Qualifikation für das Finale, das bereits am 26. und 27. September auf dem Driving Center Groß Dölln ausgetragen wurde.
Den Meistertitel sicherte sich Jannik Sanin. Der BMW-Pilot, der bereits seit 2007 im Slalomsport aktiv ist, überzeugte während der gesamten Saison mit einer beeindruckenden Konstanz. Zahlreiche Klassensiege und starke Leistungen bei den Endläufen brachten ihm schließlich den bislang größten Erfolg seiner Slalomkarriere.
Den zweiten Platz belegte Markus Eckhard aus der Region Nord, der sich nach einem schwierigen Saisonauftakt mit einer Serie von Klassensiegen eindrucksvoll zurückkämpfte. Rang drei ging an den erfahrenen Hans-Dieter Meckel aus Mainz, der bereits vor 41 Jahren seinen ersten Deutschen Meistertitel gewonnen hatte.
Die Top 5 komplettierten Dirk Schäfertöns auf Rang vier und Holger Wolfertz auf Rang fünf.
Deutsche Slalom-Meisterschaft:
- Jannik Sanin
- Markus Eckhard
- Hans-Dieter Meckel
- Dirk Schäfertöns
- Holger Wolfertz
Scuderia Mitte feiert dritten Teamtitel in Folge
In der Deutschen Slalom-Team-Meisterschaft kämpften insgesamt elf Mannschaften um den Titel. Am Ende setzte sich erneut die Scuderia Mitte durch und feierte damit bereits den dritten Meisterschaftserfolg in Folge.
Das erfolgreiche Quartett aus Lenny Fuchs, Mario Fuchs, Jürgen Plumm und Dirk Schäfertöns überzeugte mit zahlreichen Klassensiegen und konstanten Leistungen über die gesamte Saison. Besonders bemerkenswert war die starke Bilanz der vier Fahrer, die trotz teilweise direkter Konkurrenz innerhalb derselben Klassen wichtige Punkte für die Mannschaft sammelten.
Den Vizemeistertitel sicherten sich die „Löwen“ des MSC Groß Dölln mit Stefan Thränhart, Christian Müller, Klaus D. Henz und Maximilian Grossegesse. Gemeinsam verbuchte das Team 14 Klassensiege.
Der dritte Platz ging an das Hexen-Team Lemgo e. V. mit Joel Klatte, Lenn Elias Böke, Marvin Bender und Nico Düe. Mit insgesamt 468,3 Punkten verdrängten sie das Racing Team Süd denkbar knapp um lediglich 0,3 Punkte vom Podium.
Deutsche Slalom-Team-Meisterschaft:
- Scuderia Mitte
- Löwen – MSC Groß Dölln
- Hexen-Team Lemgo e.V.
Janin Götz gewinnt Deutschen Slalom Ladies Cup
Im Deutschen Slalom Ladies Cup gingen 2026 insgesamt 32 Fahrerinnen an den Start. Den Titel sicherte sich Janin Götz, die bereits vor dem Saisonfinale die Gesamtwertung angeführt hatte.
Mit starken Ergebnissen in der Klasse H14, darunter drei Klassensiege, zwei zweite Plätze und ein dritter Rang, hatte sie sich eine hervorragende Ausgangsposition geschaffen. Beim abschließenden Lauf am Bilster Berg bestätigte sie ihre Leistung mit einem weiteren Klassensieg und verteidigte damit erfolgreich ihre Tabellenführung.
Auf den zweiten Platz fuhr Regina Breit, die im Porsche Cayman in der Klasse G0 ebenfalls einen Sieg beim Saisonfinale feiern konnte. Rang drei ging an Andrea Wolferts im Porsche 718 Cayman, die mit einem Klassensieg und fünf zweiten Plätzen während der Saison überzeugte.
Aufgrund eines laufenden Protestverfahrens wurden im Deutschen Slalom Ladies Cup ausschließlich die drei Erstplatzierten geehrt.
Deutscher Slalom Ladies Cup:
- Janin Götz
- Regina Breit
- Andrea Wolferts
- Claudia Pawlowska
- Stefanie Diedrichsen
Lukas Schmid setzt sich im Deutschen Slalom Junior Cup durch
Auch der Nachwuchs zeigte in der Saison 2026 sein Können. Im Deutschen Slalom Junior Cup gingen insgesamt 26 junge Motorsporttalente im Alter von 14 bis 23 Jahren an den Start. Für die Gesamtwertung wurden die sechs besten Ergebnisse aus den Läufen der Deutschen Slalom-Meisterschaft und der Deutschen Rennslalom-Meisterschaft berücksichtigt.
Den Titel sicherte sich Lukas Schmid, der mit einem Vorsprung von lediglich 0,8 Punkten auf seinen stärksten Verfolger zum Saisonfinale gereist war. Mit dem zweiten Platz in der Klasse F8 am Bilster Berg behauptete er seine Führung und krönte sich zum Sieger des Deutschen Slalom Junior Cups 2026.
Den zweiten Platz belegte Fynn Gürtler, der seinen Opel Corsa A in der Klasse H13 beim Finale auf Rang drei steuerte. Dritter wurde Max Weber, der mit sechs Klassensiegen im Gepäck zum Bilster Berg angereist war und seine Position in der Gesamtwertung ebenfalls verteidigte.
Für eine besondere Aufholjagd sorgte Janin Götz. Mit vier Klassensiegen und zwei zweiten Plätzen verbesserte sie sich vom siebten auf den vierten Gesamtrang. Damit durfte sie gleich zweimal bei der Jahressiegerehrung auf die Bühne. Den fünften Platz sicherte sich Benedikt Inhoff, der mit fünf Siegen und einem zweiten Platz den Sprung in die Top 5 schaffte.
Deutscher Slalom Junior Cup:
- Lukas Schmid
- Fynn Gürtler
- Max Weber
- Janin Götz
- Benedikt Inhoff
Gemeinsamer Saisonabschluss am Bilster Berg
Mit der gemeinsamen Jahressiegerehrung fanden die Deutschen Slalom-Meisterschaften 2026 einen würdigen Abschluss. Die Veranstaltung bot Gelegenheit, nicht nur die sportlichen Erfolge der Titelträgerinnen und Titelträger zu würdigen, sondern auch auf eine ereignisreiche Saison mit zahlreichen spannenden Entscheidungen zurückzublicken.
Von erfahrenen Motorsportlern über erfolgreiche Mannschaften bis hin zu vielversprechenden Nachwuchstalenten zeigte die Saison einmal mehr die Vielfalt und Leistungsstärke des deutschen Slalomsports.
Text Quelle: ADAC Südbayern e.V.
Mehr zum Thema Slalom auch auf der Automobil-Slalom-Seite des DMSB.







