DKM erlebt in Genk neue Sieger

Anfang April startete das Jubiläumsjahr der Deutschen Kart-Meisterschaft in Kerpen. Zehn Wochen später wartete nun im belgischen Genk die zweite Veranstaltung. 112 Fahrerinnen und Fahrer gingen an den Start und lieferten sich auf der 1.360 Meter langen Rennstrecke enge Duelle. Vor der Saisonhalbzeit ist weiter große Spannung im Titelkampf der vier DMSB-Prädikate DKM, DJKM, DSKM und DSKC.

Mit Kevin Lantinga, Maxim Rehm (beide DKM), Maxens Verbrugge (DJKM), Daniel Stell (DSKM) sowie Ben Dörr und Christian de Kleijn (beide DSKC) gab es in Genk sechs Sieger. Verfolgt wurden die Rennen von zahlreichen Fans an der Rennstrecke und zu Hause im Live-Stream. Über 16 Stunden packende Live-Bilder bekamen die Zuseher aus Genk geliefert und können sich die Geschehnisse der beiden Tage auch weiterhin auf www.kart-dm.de ansehen.

DKM: Laufsiege für Kevin Lantinga und Maxim Rehm

Der Deutsche Maxim Rehm (Rehm Racing) war am Samstag nicht zu schlagen. Bereits im Zeittraining fuhr er eine deutliche Bestzeit heraus und gewann auch im Anschluss souverän beide Heats. Aus der Pole-Position hatte er jedoch im ersten Finale Schwierigkeiten und brachte am Ende nur Rang sieben nach Hause. An der Spitze übernahm indessen Rookie Kevin Lantinga (Falcon Racing Team) das Zepter. In den 19 Rennrunden diktierte der Niederländer das Tempo und feierte im Ziel seinen ersten DKM-Sieg. „Ich bin sehr glücklich über meinen ersten Sieg in der DKM. Meine neuen Reifen waren der Schlüssle zum Erfolg“, strahlte Lantinga im Siegerinterview. Hinter ihm folgte mit Lars van Vark und Kiano Blum ein TB Racing Team-Duo. Platz vier holte sich Juliano Holzem (KSM Official Racing Team) vor dem amtierenden Champion Niels Tröger (Maranello SRP Factory Racing Team).

Im zweiten Finale wurde das Feld komplett neugeordnet. Aus der Verfolgerposition übernahm Rehm bereits nach drei Runden die Führung und baute seinen Vorsprung bis ins Ziel auf über zehn Sekunden aus. „Nach dem ersten Rennen waren wir etwas niedergeschlagen. Wir wussten aber, dass wir mit vier neuen Reifen im zweiten Finale siegen können. Der Plan ist aufgegangen und ich führe nun die Meisterschaft an“, war der LN-Kart-Pilot zufrieden. Sein erster Verfolger war Lantinga, der einen sicheren zweiten Rang nach Hause brachte. Wie Rehm profitierten auch die schnelle Tschechin Tereza Bábícková (TEPZ RACING TEAM s.r.o.), Douwe Dedecker (TB Racing Team) und Lenny Ried (Lanari Racing Team) von frischen Reifen und fuhren in die Top-Fünf nach vorne.

Meisterschaftsstand DKM nach 4 von 10 Läufen:
1. Maxim Rehm (90 Punkte)
2. Kiano Blum (83 Punkte)
3. Niels Tröger (80 Punkte)
4. Kevin Lantinga (75 Punkte)
5. Lars van Vark (71 Punkte)

DJKM: Franzose Maxens Verbrugge siegt doppelt

Simon Rechenmacher (TB Racing Team) setzte im Zeittraining der Junioren ein Ausrufezeichen. Der Kart-Republic-Pilot sicherte sich die erste DJKM-Pole-Position seiner Karriere. Im Verlauf der Heats mischte er weiter im Spitzenpulk mit und rangierte am Samstagabend auf Platz fünf. Neuer Spitzenreiter war hingegen sein Teamkollege Maxens Verbrugge. Der Franzose setzte seine starke Vorstellung auch in den Finals fort. In beiden Läufen sah er als Sieger das Ziel und sprang damit in der Gesamtwertung auf Platz fünf nach vorne. „Das war ein magisches Wochenende. Ich freue mich sehr in der DKM dabei zu sein und danke meinem Team und Mechaniker für den hervorragenden Support“, fasste der Youngster seine Eindrücke zusammen.

Hinter dem Spitzenreiter gab es im ersten Lauf einen tollen Fight um die weiteren Ränge. Vier Fahrer duellierten sich um die verbleibenden Top-Fünf-Ränge. Mit dem Überqueren der Ziellinie hatte Jens Treur (Falcon Racing Team) vor Tom Kalender (TB Racing Team), Thomas Strauven (Rehm Racing) und Rechenmacher die Nase vorne. Deutlich früher waren die Positionen im zweiten Durchgang bezogen. Wieder folgte Treur auf Position zwei, sein dänischer Teamkollege Tobias Bille Clausen wurde diesmal Dritter vor einem TB Racing Team-Doppelpack aus Kalender und Luca Schwab.

Meisterschaftsstand DJKM nach 4 von 10 Läufen:
1. Jens Treur (100 Punkte)
2. Tobias Bille Clausen (99 Punkte)
3. Tom Kalender (72 Punkte)
4. Simon Rechenmacher (67 Punkte)
5. Maxens Verbrugge (65 Punkte)

DSKM: Doppelsieg von Daniel Stell

Routinier Jorrit Pex (SP Motorsport) bewies in Genk, dass er weiterhin Meisterqualitäten hat. Mit einer klaren Bestzeit im Qualifying sicherte sich der siebenfache Champion die beste Ausgangslage für die Heats und verteidigte diese auch bis zum Samstagabend. Von Startplatz eins aus gewann Pex auch den Start in das erste Finale und fuhr zu Beginn ein kleines Polster heraus. Von hinten rückte aber Daniel Stell (Haak Motorsport) heran und nutzte kurz vor dem Fallen der Zielflagge seine Chance. Mit einem starken Manöver ging er in Führung und siegt vor Pex und Thomas Imbourg (CPB Sport) aus Frankreich. Die Deutschen Robert Kindervater (BirelART Racing. KSW) und David Trefilovs (Maranello SRP Team) komplettierten die Pokalränge.

Aus der Pole-Position holte Stell im zweiten Lauf einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg und war nach seinem Erfolg sichtlich erfreut: „Der Speed war wirklich unglaublich. Das Gesamtpaket hat gepasst und wir sind in der Meisterschaft in Schlagdistanz.“ Ein deutlich abwechslungsreicheres Rennen erlebte Pex: Nach einem schlechten Start war er nur Siebter, kämpfte sich aber mit einer schnellsten Rennrunde nach der anderen wieder nach vorne und wurde mit Platz zwei belohnt. Bis zum Ende offen war der Kampf um den verbleibenden Podestrang. Auf den letzten Metern schaffte Guust Specken (CRG Holland) noch ein Manöver gegen Tim Tröger (Maranello SRP Factory Team) und wurde Dritter. Der Niederländer kämpfte sich von Platz 15 aus in die Top-Drei nach vorne. Ebenfalls im Windschatten lag der Fünftplatzierte Valentino Fritsch (BirelART Racing KSW).

Meisterschaftsstand DSKM nach 4 von 10 Läufen:
1. Jorrit Pex (97 Punkte)
2. Kris Haanen (84 Punkte)
3. Daniel Stell (82 Punkte)
4. David Trefilov (74 Punkte)
5. Thomas Imbourg (64 Punkte)

DSKC: Ben Dörr und Christiaan de Kleijn triumphieren in Genk

Kerpen-Sieger Ben Dörr (Dörr Motorsport) knüpfte in Genk an seinen Erfolg an und übernahm bereits nach dem Zeittraining die Führung. Auch wenn er in beiden Heats den Start verlor, kämpfte sich Dörr wieder zurück an die Spitze und brachte sich damit in die Favoritenrolle für die Finals. Dieser wurde er auch im ersten Durchgang gerecht: Nach einigen harten Manövern in der Anfangsphase baute der Hesse im weiteren Verlauf seine Position aus und feierte im Ziel seinen zweiten Saisonerfolg: „Auch wenn es vielleicht einfach aussah, war es ein hartes Rennen. Es gehört immer auch etwas Glück dazu erfolgreich zu sein. Zusätzlich habe ich versucht meine Reifen zu schonen“, erklärte der Sieger im Gespräch. Wie an der Spitze waren auch die weiteren Ränge schnell bezogen: Christian de Kleijn (CRG Holland), Quinn Winkel (SP Motorsport), Sebastian Kraft (Maranello SRP Racing Team) und Corentin Rousseau (CPB Sport) nahmen die weiteren Pokale entgegen.

Auch im zweiten Finale schien alles zu Gunsten von Dörr zu laufen. Doch abbauende Reifen bei dem Führenden machten es noch einmal spannend. Fünf Runden vor Ende rückten die ersten Vier zusammen und es entbrannte ein Kampf um den Sieg. Christiaan de Kleijn ging in Führung und siegte vor Lukas Reiböck (BirelART Racing KSW), Winkel, Dörr und Rousseau. Nach dem unerwarteten Erfolg war der Sieger aus den Niederlanden im Anschluss bester Laune: „Ich hatte schon den Start gewonnen, musste aber Ben wieder passieren lassen. Zum Ende hatte er jedoch große Probleme mit seinen Reifen und ich habe weiter gepusht. In meinem fünften Schaltkartrennen zu gewinnen, ist ein großer Erfolg.“

Meisterschaftsstand DSKC nach 4 von 10 Läufen:
1. Ben Dörr (92 Punkte)
2. Karl Lukaschewsky (72 Punkte)
3. Sebastian Kraft (72 Punkte)
4. Christiaan de Kleijn (65 Punkte)
5. Quinn Winkel (56 Punkte)

In fünf Wochen geht es in der Deutschen Kart-Meisterschaft weiter. Dann gastieren die höchsten deutschen Kartsport-Prädikate im bayerischen Ampfing und küren dort die Halbzeitmeister.

Alle Ergebnisse des Rennwochenendes gibt es hier.

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