Drei intensive Tage im Zeichen der medizinischen Aus- und Fortbildung im Motorsport: Die DMSB Medical Days 2026 boten vom 20. bis 22. Februar 2026 am Hockenheimring erneut ein vielseitiges Programm mit Theorie-, Praxis- und Prüfungsanteilen in zentralen Sportwartfunktionen des Rettungswesens im Motorsport. Insgesamt nahmen rund 100 Teilnehmer aus mehreren europäischen Ländern teil, die in acht Sportwartfunktionen von 16 Referenten geschult wurden.
Freitag: Erste MIC-Zertifizierung mit starker Resonanz
Zum Auftakt am 20. Februar fand erstmals im Rahmen der DMSB Medical Days eine MIC-Zertifizierung (Medical Intervention Car) statt. In einem kompakten Tagesformat nahmen 16 Teilnehmer, darunter auch ein belgisches Team aus Belgien, an der kombinierten Theorie- und Praxisschulung teil. Inhaltlich lag der Schwerpunkt auf Rettungsmaßnahmen aus unterschiedlichen Fahrzeugtypen.
Obwohl für den Einsatz von MIC-Teams derzeit keine Lizenzpflicht besteht, stieß das Angebot auf sehr positive Resonanz, was ein Zeichen für das wachsende Interesse an strukturierten Qualifizierungen in diesem Bereich ist. Die Einheit schloss mit einer schriftlichen Prüfung ab.
Samstag: Internationale Trainings und praxisnahe Inhalte
Am Samstag der DMSB Medical Days 2026 standen gleich mehrere Ausbildungsformate auf dem Programm: der Kurs „Trauma and Life Support in Motorsport (TLSiM)“, das Training der Extrication-Teams sowie die Hochvolt-Schulung der Stufen „gelb“ und „orange“ (u. a. mit dem DMSB-Partner DEKRA).
Am TLSiM-Kurs nahmen 25 Teilnehmer teil – unter ihnen Vertreter aus der Schweiz, Belgien und Italien. Im Bereich der Extrication übten vier Teams aus Assen, Zolder und Hockenheim realitätsnah die Rettung aus verunfallten Fahrzeugen. Auch die HV-Schulung zählte 30 Teilnehmer aus ganz Deutschland, die den sicheren Umgang mit Hochvolt-Systemen praxisnah vertieften.
Sonntag: Bewährtes Konzept mit erweiterten Inhalten
Der Abschlusstag folgte dem bewährten Konzept der Vorjahre und setzte auf vertiefende Workshops, die individuell auf die unterschiedlichen Lizenztypen abgestimmt waren. Ziel war es, erfahrenen Motorsportärzten, Extrication-Mitgliedern und Rettungsassistenten eine gezielte Weiterbildung zu ermöglichen, ohne wiederkehrende Grundlageninhalte zu wiederholen. Parallel fanden in den Boxenanlagen die Zertifizierungen der Extrication-Teams statt, bei denen die Teilnehmer ihr praktisches Können nochmals unter Prüfungsbedingungen unter Beweis stellten. Darüber hinaus wurde das Programm um die abschließenden HV-Schulungen und Prüfungen ergänzt.
Engagement stärkt den Gemeinschaftsgedanken
Zum Gelingen der DMSB Medical Days 2026 trugen neben den offiziellen Teilnehmern erneut zahlreiche freiwillige Unterstützer bei. Zehn Mimen stellten sich für realitätsnahe Übungsszenarien zur Verfügung, während verschiedene Motorsportteams mit ihren Fahrzeugen, darunter bspw. Dragster, Sidecar, GT3-Porsche, Tourenwagen-BMW und e-Corsa aus dem ADAC Opel e-Rallye Cup, wertvolle Unterstützung für die praktischen Ausbildungsabschnitte leisteten.
Das besondere Engagement aller Beteiligten unterstreicht den Gemeinschaftsgedanken, auf dem die Veranstaltung basiert, und zeigt, wie wichtig die enge Kooperation aller Akteure im Motorsport ist.
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