Kart-WM in Deutschland ein voller Erfolg

Nach einer längeren Pause kehte die CIK-FIA Kart-Weltmeisterschaft am zweiten September-Wochenende zurück nach Deutschland. Im Prokart Raceland Wackersdorf erlebten tausende Zuschauer ein großes Kartsport-Festival mit Alex Irlando (KZ2-Super-Cup) und Paolo de Conto (KZ-Weltmeisterschaft) als strahlende Sieger. Die Veranstaltergemeinschaft aus DMSB, ACV, ADAC und AvD erhielt durchweg großes Lob.

Nach zahlreichen Wochen der Vorbereitung dröhnten ab freitags offiziell die Motoren im Prokart Raceland Wackersdorf. In der CIK-FIA KZ-Kart-Weltmeisterschaft und dem CIK-FIA International-KZ2-Super-Cup kämpften 156 Teilnehmer aus 23 Nationen um die höchsten Titel im internationalen Kartsport. Darunter auch 23 deutsche Talente, die sich vor heimischem Publikum stark präsentierten.

Für die Durchführung der Kart-Weltmeisterschaft zeichnete sich der DMSB gemeinsam mit den drei Automobilclubs ACV, ADAC und AvD verantwortlich. Eine große Unterstützung leistete zusätzlich Prokart Raceland-Inhaber Stephan Fritsch. Im Verlauf der drei Renntage bestätigten mehrere tausende Zuschauer die gute Arbeit der 70 Helfer und machten die Weltmeisterschaft zu einem großen Kartsport-Festival.

Auf der Strecke taten die Fahrer und das Wetter ihr übriges. Nach Sonne am Freitag, setzte am Samstagnachmittag Regen ein und sorgte für komplett neue Bedingungen auf der 1.190 Meter langen Strecke. Die großen Finalläufe am Sonntag fanden aber im Trockenen statt.

In der Königsklasse KZ hielt der Franzose Anthony Abbasse (Sodikart) bereits im Zeittraining die erste Überraschung bereit. Nach einem Unfall während der Europameisterschaft war sein Start lange in Gefahr. Doch fehlendes Training war ihm nicht anzumerken. Mit der Bestzeit hielt er die Konkurrenz in Schach und verteidigte seinen Spitzenrang ebenfalls im Verlauf der insgesamt sechs Vorläufe.

KZ: Paolo de Conto gelingt die Titelverteidigung
Aus der Pole-Position gewann Abbasse auch den Start in das große Finale über 26 Runden und setzte sich leicht von seinen Verfolgern ab. Die lieferten sich hingegen schon früh packende Fights – wobei gleich mehrere Favoriten vorzeitig ausschieden. Sicher durch kam aber der amtierende Weltmeister Paolo De Conto (CRG S.p.A.). Früh schloss er zu dem Spitzenreiter auf und nutzte eine Unachtsamkeit des Führenden. Der Italiener ging an ihm vorbei und feierte seinen zweiten WM-Triumph in Folge. „Nach dem langen und anstrengenden Rennen bin ich nun wirklich müde. Alle haben sehr hart für dieses Event gearbeitet, ich bin stolz mit meinem Gewinn einen Großteil zurückzugeben“, kommentierte De Conto seinen Erfolg. Hinter ihm folgten Abbasse und Ben Hanley (Croc Promotion) auf den weiteren Podesträngen.
Die beiden deutschen Finalisten Leon Köhler (KSM Schumacher Racing Team) und André Matisic (Solgat Motorsport) erlebten ebenfalls ein aufregendes Finale. Europameister Köhler lag auf einem starken zwölften Rang, bis er wegen eines technischen Problems ausschied. André Matisic beendete das Finale als hervorragender 15., doch eine spätere Zeitstrafe warf ihn auf Platz 23 zurück. Als 35. und 36. verpassten die beiden weiteren Deutschen Stefan Haak (KSW BirelART Austria Racing Team) und Patrick Kreutz (RS Motorsport) knapp den Einzug in die Endrunde.

KZ2-Super-Cup: Voll besetztes Starterfeld mit 113 Teilnehmern
Ein unglaubliches Feld von 113 Fahrern trat im CIK-FIA International-KZ2-Super-Cup an. Bereits nach dem Qualifying wurde deutlich, dass es in den Rennen bis zum Ende spannend wird. Die ersten 104 Piloten trennten weniger als eine Sekunde. Schnellster Fahrer war Riccardo Longhi (BirelART Racing Srl) aus Italien. Mit fünf Vorlaufsiegen und einem zweiten Rang verteidigte er auch im Verlauf der Heats seinen Spitzenrang und ging aus der Führungsposition in das Finale.

Einen perfekten Start erwischte aber der zweitplatzierte Benjamin Persson (CRG Holland). Von Beginn an setzte sich der CRG-Pilot vom restlichen Feld ab und hatte nach nur wenigen Runden einen komfortablen Vorsprung. Doch das italienische Duo Alex Irlando (Sodikart) und Riccardo Longhi (BirelART Racing Srl) schloss wieder zu dem Schweden auf und sorgte für ein unglaubliches Finale. In der letzten Kurve machte Persson einen kleinen Fehler und verlor den sicheren Sieg. Irlando ließ sich nicht lange bitten, zog an seinem Mitstreiter vorbei und holte sich den Sieg. „Ich kann es gar nicht fassen. Diese Chance musste ich nutzen und bin nun Super-Cup-Gewinner“, jubelte er im Siegerinterview. Große Enttäuschung herrschte hingegen bei Persson: „Solch ein Fehler darf einem nicht passieren. Ich hatte eine komfortable Position, am Ende hat ein Sekundenbruchteil den Sieg gekostet.“

Zahlreiche deutsche Kartfahrer vor heimischem Publikum
Eine starke Vorstellung gelang auch den deutschen Fahrern: Daniel Stell (Mach1 Motorsport) fuhr im Zeittraining auf Rang zwei und siegte auch später in den Vorläufen. Aus der vierten Startposition ging der Pilot des deutschen Mach1-Karts in das entscheidende Finale und wurde hervorragender Siebter. Neben ihm schaffte Maximilian Paul (DR Srl) auf Rang neun ebenso den Sprung in die Top-Ten. Alexander Schmitz reihte sich als 17. ein, die beiden Teamkollegen Dominik Schmidt und Moritz Horn (beide CRG TB Racing Team) folgten auf Rang 30 und 31.

Nicht bis ins Finale schafften es die weiteren deutschen Vertreter Tom Lorkowski (Nees Racing Kart Team, 54.), Alessio Curto (62.), Toni Tschentscher (SRP Racing Team, 63.), Stefan Ott (Kartshop Ampfing, 67.), Nico Jöcker (KSM Schumacher Racing Team, 70.), Stephen Stumpf (Nees Racing Kart Team, 76.), Felix Windfellner (SRP Racing Team, 77.), Ronny Tabakovic (CKR Srl, 83.), Tobias Binder (BRM Srl, 84.), Rick Hartmann (Team NKS, 86.), Tobias Mähler (Kartshop Ampfing, 91.), Robert Jahnsmüller (Team NKS, 96.), Valentin Wiesender (SRP Racing Team, 98.), Axel Ausländer (KKC Racing, 103.), Christian Eisenbeis (106.) und Markus Pschick (108.).

Im Rahmenprogramm der Weltmeisterschaft absolvierten die Youngster der ADAC Kart Academy ihr Saisonfinale. In zwei spannenden Rennen zogen sie die Aufmerksamkeit auf sich. Die Laufsiege teilten sich Tim Tramnitz und Konstantin Kapetanidis (beide KSM Schumacher Racing Team).

CIK-FIA-Vize-Präsident Kees van de Grint lobt WM
Ein großes Lob erhielt der Weltmeisterschaftslauf auf deutschem Boden vom CIK-FIA-Vize-Präsident Kees van de Grint: „Eines meiner Ziele war es, wieder eine Kart-Weltmeisterschaft in Deutschland auszutragen. Das ist uns gelungen und das Wochenende war ein voller Erfolg. Die zahlreichen Zuschauer an der Strecke haben spannende und faire Rennen erlebt – das war purer Kartsport. Während die Sieger noch ihren Erfolg zelebrieren, gilt es auch an die vielen Helfer im Hintergrund zu denken – alle haben einen höchstprofessionellen Job gemacht. Ein großer Dank an die Verantwortlichen des DMSB, ACV, ADAC und AvD, und nicht zu vergessen Prokart Raceland-Inhaber Stephan Fritsch und seinem gesamten Team für deren hervorragende Arbeit.“

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