- Sensationssieg im Mixed-Wettbewerb: Magdalena Hubner und Marco Laure krönen sich zu Weltmeistern in der Challenge des Nations.
- Packendes Finale der Herren: Deutsches Trio erkämpft punktgleich mit Weltmeister Norwegen Silber in der International Trophy.
- Starke Teamleistung: Deutsches Damenteam komplettiert den Erfolg mit Rang fünf in der Königsklasse.
Das deutsche Aufgebot kehrt mit einer Gold- und einer Silbermedaille vom renommierten FIM Trial der Nationen (TdN) aus dem spanischen Arteixo zurück. Bei den anspruchsvollen Mannschafts- Weltmeisterschaften in Galicien stellte der deutsche Trial-Sport eindrucksvoll seine internationale Spitzenklasse unter Beweis: Während das Nachwuchs-Duo Magdalena Hubner und Marco Laure mit dem Titelgewinn in der Klasse „Challenge des Nations“ für eine weltmeisterliche Überraschung sorgte, lieferte sich das Herren-Team in der „International Trophy“ einen Herzschlagkrimi bis zur letzten Sektion.
Goldener Coup: Weltmeistertitel für Hubner und Laure
Für das sportliche Highlight aus deutscher Sicht sorgte das Mixed-Team in der „Challenge des Nations“. Magdalena Hubner (Sherco) und Marco Laure (Beta) dominierten den Wettkampf über zwei anspruchsvolle Runden. Mit nur neun Strafpunkten im ersten und zwölf Zählern im zweiten Durchgang setzte sich das Duo mit insgesamt 21 Punkten souverän gegen die Konkurrenz durch. Sie verwiesen das favorisierte Gastgeberland Spanien (28 Strafpunkte) sowie Tschechien (42 Strafpunkte) deutlich auf die Plätze zwei und drei.
Für Marco Laure (Beta) bedeutet der Titel die Krönung einer erfolgreichen Saison: „Unglaublich, ein jahrelanger Traum geht nun in Erfüllung. Wir haben uns gegenseitig motiviert und es zusammen erkämpft. Für mein Land und für Magdalena anzutreten, hat mir eine Extra-Motivation gegeben. Nach einem dritten Platz im Trial3-Weltcup rundet dieser WM-Titel die Saison perfekt ab.“
Auch Teamkollegin Magdalena Hubner (Sherco) zeigte sich überwältigt: „Damit gerechnet habe ich vorher nicht, auch wenn ich auf ein Podium gehofft hatte. Es war bis zum Schluss extrem eng gegen die Engländer und Spanier. Dass wir jetzt mit Gold nach Hause fahren, ist schon echt krass und ein echter Meilenstein in meiner Karriere.“
Teammanager des deutschen Challenge-Teams, Heinz Hubner, fand nach dem Zieldurchlauf emotionale Worte: „Es war eigentlich nur ein Traum und ich hatte Tränen in den Augen, als Magdalena durch die letzte Sektion fuhr. Dass wir das in so jungen Jahren erreicht haben, ist einfach Wahnsinn.“
Herzschlagfinale in der International Trophy (Herren): Silber nach Punktegleichstand
Einen an Dramatik kaum zu überbietenden Wettkampf lieferte das deutsche Herren-Trio in der „International Trophy“. Paul Reumschüssel (Montesa), Rodney Bereiter (Beta) und Jonathan Heidel (Beta) starteten furios in das Turnier und setzten sich in Runde eins mit einer sensationellen Runde von nur einem Strafpunkt an die Spitze des Klassements.
Im zweiten Umlauf kam es bei einsetzendem Regen zum packenden Schlagabtausch mit den favorisierten Norwegern um Sondre Haga, Jarand-Matias Vold Gunvaldsen und Jone Sandvik. Nach 28 von 30 Sektionen lagen Deutschland und Norwegen mit jeweils nur sechs Strafpunkten exakt gleichauf. Die Entscheidung über den Titel musste über die Tie-Break-Wertung fallen, die denkbar knapp zugunsten der Skandinavier ausfiel. Bronze sicherte sich Japan mit 14 Strafpunkten.
Obwohl der verpasste Sieg im ersten Moment schmerzte, überwog der Stolz über die gezeigte Leistung: „Die Enttäuschung war kurz nach dem Ziel extrem groß, weil wir bis zur vorletzten Sektion geführt haben und am Ende wegen eines einzigen Fußes punktgleich Zweiter wurden“, bilanzierte Rodney Bereiter. „Aber wir sind megagut gefahren und haben als Team alles gegeben.“
Teamkollege Paul Reumschüssel ordnete den Erfolg positiv ein: „Vom Team her war das eine Mega-Leistung, wir haben uns perfekt ergänzt. Die Norweger sind aus der Weltmeisterschafts-Klasse abgestiegen und haben absolute Weltklasse-Fahrer am Start. Wir brauchen uns keinesfalls zu verstecken und können die deutsche Fahne mit Stolz tragen. Nach Bronze im Vorjahr ist dieses Silber ein riesiger Schritt nach vorn.“
Damenteam überzeugt auf Rang fünf der Weltelite
In der hart umkämpften Königsklasse „Women’s World Championship“ trat das deutsche Damenteam gegen die stärksten Fahrerinnen der Welt an. Hannah Schneider (Beta), Sophia Reumschüssel-ter Jung (Montesa) und Jule Steinert (TRRS) boten eine geschlossene Mannschaftsleistung und sicherten sich mit 111 Strafpunkten einen achtbaren fünften Platz. Der Titel ging an Großbritannien, angeführt von Rekordweltmeisterin Emma Bristow, vor Italien und Spanien. Den Titel bei den Herren in der Hauptklasse sicherte sich Rekordsieger Spanien.
Blick nach vorn: Generalprobe für das nationale Meisterschaftsfinale
Nach den internationalen Festspielen in Spanien steht für die deutschen Spitzenfahrer bereits am kommenden Wochenende das Saisonfinale der Deutschen Trial-Meisterschaft auf dem Programm. Dort werden aus den heutigen Teamkollegen wieder direkte Konkurrenten im Titelkampf. Alle Infos hierzu finden sich auf der Trial-DM-Website.
Quelle Text & Pressekontakt: Mona Pekarek, T +49 1517 - 20 33 33 6, Mail monatrialsport.de











