Trial: Kadlec und Bäuml siegten in Fürstenhagen

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Trotz wechselhaften Wetters ließen sich 1.200 Zuschauer den Nacht-Trial von Fürstenhagen nicht entgehen. „Das war wieder eine tolle Veranstaltung. Die vielen Zuschauer und die Fahrt unter Flutlicht sind einmalig“, sagte am Ende Kadlec, als er nach etwas mehr als zwei Stunden Fahrt über Sandsteine, Baumwurzeln und Betonblöcke seinen Punktezettel am Holzturm des MSC-Geländes zur Auswertung abgab. Der achtfache Deutsche Meister aus Reichersbeuern gewann in der Endabrechnung vor Paul Reumschüssel (22) aus Steinbach-Hallenberg und Rodney Bereiter (18) aus Michelstadt. „Auf den Wechsel zwischen Licht und Schatten habe ich mich gut eingestellt, aber die Feuchtigkeit, die nach Sonnenuntergang in die Spur zog, hat mich überrascht und einmal kurz aus dem Takt gebracht“, so Kadlec, „dennoch bin ich sehr zufrieden.

Dem Sieger dicht auf den Fersen war Paul Reumschüssel. Der Thüringer hatte sich kurz vor dem Start noch kameradschaftlich mit Kadlec über den Zustand der Strecke ausgetauscht und ließ dem Konkurrenten später keinen Spielraum für Fehler. Der wie Kadlec auf einer spanischen TRRS startende Werkzeugmechaniker kam mit acht Punkten ins Ziel. „Ich wollte die Füße möglichst oft auf den Rasten lassen, und das ist mir gelungen“, sagte er abgekämpft und sichtlich zufrieden im Ziel.

Etwas länger brauchte Theresa Bäuml, bis sie mit strahlendem Siegerlächeln von ihrer TRRS stieg. Nach der Zieleinfahrt blickten Bäuml und Konkurrentin Vivian Wachs auf ihren Motorrädern sitzend für einige Minuten gebannt auf den Ergebnis-Monitor, bis der Sieg der vierfachen Deutschen Meisterin Bäuml nach einer starken letzten Runde feststand. „Ich hatte anfangs in zwei Sektionen je fünf Fehlerpunkte gesammelt und habe einige glatte Abschnitte falsch eingeschätzt. Zum Ende hin passte es deutlich besser“, sagte die Anwendungstechnikerin und ließ sich noch einmal das Mikro für einen Dank an den MSC und seine Zuschauer geben: „Eine tolle Veranstaltung. Für uns Frauen war es die Premiere in Fürstenhagen, und es war mega, wie gut der Klub unsere Fahrspur hinbekommen hat.“

DM-Konkurrentin Vivian Wachs war auf ihrer TRRS mit klarem Siegeswillen angetreten. Die Konstruktionsmechanikerin analysierte nach ihrem Lauf: „Ich habe stark angefangen, aber hatte in der Mitte einen Durchhänger. Ich habe einige Sektionen gebraucht, bis ich mich an die Dunkelheit gewöhnt hatte. Trotzdem war das Nacht-Trial eine neue und schöne Erfahrung.“

Dem schloss sich auch Dietrich Siemon, Erster Vorsitzender des MSC und Fahrtleiter, an: „Wir sind bei der Zuschauerzahl sofort wieder auf Vor-Corona-Niveau gekommen, und das trotz wechselhafter Witterung. Die Premiere der Frauen-DM hat aus dem Stand heraus hervorragend geklappt und das Zusammenspiel mit unseren Partnern DRK Uslar, THW Bad Lauterberg und der Freiwilligen Feuerwehr war so, als hätte es keine vier Jahre Unterbrechung gegeben. Wir gehen jetzt wieder in den gewohnten Zwei-Jahres-Rhythmus und freuen uns auf das Nacht-Trial 2025.“

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