Deutsche Nationalmannschaft versucht bei der Langbahn-Team-WM ihr Glück

Gruppenfoto Deutsche Nationalmannschaft der „Longtrack of nations“ 2025 mit Bronzemedaillen©

Im niederländischen Roden geht es am Sonntag, 20. September, 13.30 Uhr, beim „Longtrack of nations“ um die Kür der besten Nation des Langbahnsports. Deutschland hat den Wettbewerb bereits zehn Mal gewonnen, zählt 2026 aber nicht zu den Top-Favoriten. Ziel für Teammanager Jörg Tebbe mit seinem jungen Team ist ein Platz „in Richtung Podium“ unter den sieben Nationen.

Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Finnland, die Niederlande und Norwegen heißen die Gegner. In den Vorläufen geht es im Oval und im drei gegen drei jeweils vier Runden lang gegen alle. Ziel ist es, möglichst viele Punkte einzufahren. Die beiden punktbesten Mannschaften kämpfen im alles entscheidenden Finale am Ende um die WM-Krone. Beim bislang bereits 17-mal ausgetragenen Wettbewerb hatte Deutschland zehn Mal die Nase vorn. Nur 2013 reichte es nicht aufs Podest.

2026 hatte Teammanager Jörg Tebbe aus Dohren aus verschiedenen Gründen Schwierigkeiten, eine Mannschaft zu nominieren. Verlassen konnte er sich von Beginn an auf Lukas Fienhage, der bei seiner siebten Team-WM-Teilnahme die Mannschaft als Kapitän anführen wird. „Für mich ist es nach wie vor eine Auszeichnung und Ehre, mein Land zu vertreten“, sagt der 27-Jährige aus Lohne, der zwischenzeitlich mit seiner Freundin und Tochter in Frankreich lebt. In der Einzelweltmeisterschaft liegt der Einzelweltmeister des Jahres 2020 und dreifache Mannschafts-Weltmeister als momentan Vierter nur drei Punkte hinter dem Zweitplatzierten. Fienhage ist der Erfahrenste im deutschen Nationalteam – und nimmt eine Vorbildfunktion im Team ein.

Ihr gehört mit Timo Wachs auch der U23-Weltmeister des vergangenen Jahres an. Der inzwischen 23-Jährige vom MSC Werlte - der jüngere der beiden Wachs-Brüder - wurde 2023 Bahnpokalsieger in der B-Lizenz und stieg im Jahr darauf in die internationale Lizenzklasse auf. International konnte Timo Wachs bei diversen WM- und EM-Läufen schon vereinzelt Luft schnuppern. In der deutschen Langbahn-Nationalmannschaft ist er ebenso Rookie wie Dominik Werkstetter. Der 28-Jährige aus dem niederbayerischen Zeilarn im Landkreis Rottal-Inn war 2024 Nachfolger von Timo Wachs im Bahnpokal. Nach einem guten Einstand in die A-Lizenz Juni hatte Werkstetter einen schweren Motorradunfall auf der Straße, bei dem er sich schwer verletzte. Er lag einige Wochen im Krankenhaus, wurde an der Schulter und am Kopf operiert. Bei der Deutschen Langbahnmeisterschaft 2026 in Mühldorf wurde Werkstetter Sechster. Das deutsche Quartett vervollständigt Fabian Wachs. Der 28-jährige Werlter kann als Reservefahrer für alle seine Kollegen eingewechselt werden. Auch die Helmfarben, die gleichzeitig auch die Starposition markieren, können beliebig untereinander getauscht werden.

Als Favoriten nennt Teammanager Tebbe Großbritannien und die Niederlande. „Ich glaube“, sagt Tebbe, „dass die Bahn in Roden aber auch insbesondere unseren Neulingen im Team entgegenkommt.“ Für den deutschen Teammanager wäre es ein Erfolg, wenn man in „Richtung Podium“ fahren könnte: „Dann hätten wir richtig was geschafft!“

Mitverfolgen kann man die Langbahn-Team-Weltmeisterschaft live und kostenpflichtig über fim-moto.tv/fim_longtrack_wc.

Quelle & Fotos: Susi Weber, Langbahn-Nationalmannschaft
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