European U19 Pairs Speedway Championship Final – Deutsches Team doppelt motiviert

Zwei Speedway-Fahrer driften auf einer Sandbahn durch eine Kurve.©

Am 26. September findet in Pocking das Finale der U19-Paar-Europameisterschaft statt. Das deutsche Speedway-Team ist hochmotiviert und ein Platz auf dem Podest ist als Ziel ausgegeben.

Zum einen ist noch eine Rechnung aus dem Vorjahr offen: Damals entschied erst ein Stechen gegen die tschechische Mannschaft über Platz drei. Auf heimischem Boden in Pilsen setzten sich vor einem Jahr die jungen tschechischen Fahrer knapp durch und kamen vor Deutschland auf Platz drei. In diesem Jahr möchte die deutsche Mannschaft im Pockinger Rottalstadion den dritten Platz erreichen und vor heimischem Publikum um eine Medaille kämpfen. „Dieser eine Punkt, der uns letztendlich fehlte im vergangenen Jahr, tat schon eine gewisse Zeit weh. Wir waren knapp dran. Ich sehe das aber auch als Motivation. Patrick Hyjek war letztes Jahr dabei und wird auch heuer wieder für Deutschland fahren. Ich weiß, dass er sich in diesem Wettbewerb eine Medaille holen will“, so Teammanager Dörner.

Zum anderen ist die Chance, in Deutschland eine Medaille zu holen, Ansporn genug. Dörner: „Es kommt nicht allzu oft vor, dass das Finale eines internationalen Prädikats in Deutschland stattfindet. Pocking ist ein Traditionsverein mit einem wunderschönen Stadion. In der Region gibt es viele Fans. Allein das muss unser Team motivieren.“

Acht Nationen im Wettbewerb – Weltmeister mit am Start

Insgesamt acht Nationen schicken ihre besten U19-Fahrer ins Rennen. Zu den aussichtsreichsten Mannschaften zählen auch in diesem Jahr Polen, Großbritannien und Dänemark. Letztere haben mit Mikkel Andersen den frischgebackenen SGP2-Weltmeister in ihren Reihen. Polen gehört unabhängig vom Wettbewerb regelmäßig zum Kreis der Titelanwärter. Mit Bartosz Banbor, Kevin Malkiewicz und Kacper Mania ist Polen ausgeglichen besetzt und zählt zum Kreis der Titelanwärter. Großbritannien schickt seinerseits drei Fahrer nach Pocking und auch hier stehen mittlerweile bekannte Namen im Aufgebot. William Cairns gewann bereits WM-Medaillen im SGP3. In der Mannschaft neben Cairns stehen noch Cooper Rushen und Luke Harrison, die beide vor allem in England regelmäßig auf sich aufmerksam machen. Die weiteren Mannschaften kommen aus Schweden, Tschechien, Slowenien und der Ukraine.

Die deutsche Mannschaft wird angeführt von Patrick Hyjek. Er gewann vor zwei Wochen die Bronzemedaille im Einzelwettbewerb der U19. „An dem Abend schlug Patrick einige Gegner, die in Pocking auch wieder am Start stehen. Wenn er es dort in Slowenien konnte, dann kann er es zu Hause in Deutschland erst recht. Patrick muss sich diesen Push aus dem Einzelwettbewerb in das Paarfinale mitnehmen“, gibt Mathias Bartz vor. Bartz wird zusammen mit Sascha Dörner wie gewohnt das Team betreuen. Die Teammanager entschieden sich für Hannah Grunwald und Tyler Haupt als weitere Fahrer. Mathias Bartz zur Aufstellung: „Wir haben über den Sommer überlegt und die Ergebnisse genau verfolgt. Patrick hat jetzt mit der Einzelmedaille ein gutes Argument für seine Nominierung. Hannah war schon ein paar Mal dabei bei derartigen Events. Sie ist ein Teamplayer und zeigt regelmäßig eine ansprechende Leistung. Tyler Haupt mit seinen jungen Jahren schießt ganz schön nach oben. Seine Punkteausbeute in der dritten polnischen Liga ist beachtlich. Er ist richtig schnell. Fairerweise muss man sagen, dass sich durch die Verletzung von Janek Konzack schon noch mal einiges verschoben hat. Janek wäre wohl gesetzt gewesen. Auch Carlos Gennerich ist hier noch zu nennen. Letztlich fiel die Entscheidung dann aber für Hyjek, Grunwald und Haupt. Wir trauen ihnen den Podestplatz zu.“
 

Informationen zum FIM Speedway sind über die offizielle FIM-Speedway-Website abrufbar. Mehr zum Thema Speedway ist auf der Website von bahnsport-deutschland.de zu lesen.

Text Quelle: Bernhard Härtinger, Presse Speedway Team Germany

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