Die Zielvorgabe war klar definiert. Ein Platz auf dem Podium sollte es werden für das deutsche Team in der U19 Paar-Europameisterschaft. Realistischerweise liebäugelte man mit Platz drei. Patrick Hyjek, Tayler Haupt und Hannah Grunwald stellten sich der Herausforderung gegen sieben weitere Nationen. Alle drei Fahrer befinden sich zum Saisonende in guter Form und mit dem notwendigen Quäntchen Glück hätte es auch klappen können.
Nach dramatischem Entscheidungslauf auf Platz vier
Die Zuschauer im Pockinger Rottalstadion sahen fantastischen Sport. Das Leistungsniveau mehrerer Nationen war sehr ausgeglichen. Spannende Rennen und Zweikämpfe über vier Runden waren demnach zu sehen. Das deutsche Team lag über den gesamten Renntag auf den vorderen Plätzen und die Hoffnung auf eine Medaille war groß.
Nach 28 Rennläufen waren die Plätze eins und zwei vergeben. Polen siegte vor Dänemark denkbar knapp. Lediglich ein Punkt trennte sie voneinander und so wurden diese beiden Paarungen ihrer Favoritenrolle gerecht. Deutschland und Großbritannien teilten sich Platz drei mit jeweils 22 Punkten. Eine Run-off musste die Entscheidung bringen. Die beiden Mannschaftskapitäne Patrick Hyjek und William Cairns wurden von den Teammanagern Dörner (D) und Vatcher (GB) nominiert. Beide zeigten eine konstante und stabile Leistung an diesem Tag und beide nahmen die Herausforderung an. William Cairns schoss aus den Bändern und dominierte diesen Lauf. Hyjek ließ nie abreißen und kämpfte bis zum letzten Meter, fand aber keinen Weg an dem bereits routinierten Briten vorbei.
Teammanager Dörner resümiert: „Ein vierter Platz, auf den wir stolz sein können. Und trotzdem fühlt sich dieser Tag ein bisschen anders an. Die Medaille war zum Greifen nah. Am Ende hat es nicht ganz gereicht – aber was unsere Mannschaft gezeigt hat, war eine großartige Leistung und macht uns stolz. Wir sahen heute großartigen Sport. Unsere Fahrer sind auf diesem Niveau angekommen. Sie werden in Zukunft ihre Erfolge haben.“
Veränderungen im Team
Gleichzeitig war es das vorerst letzte Prädikat für Sascha Dörner als Teammanager in erster Reihe. „Eine Medaille zum Abschluss hätten wir ihm von Herzen gegönnt. Aber das, was bleibt, lässt sich ohnehin nicht nur in Medaillen messen“, so Mathias Bartz, der mit Dörner über vier Jahre das Team gemeinsam führte. Bartz weiter dazu: „Zu Beginn unserer Amtszeit hätte ich mir das alles ohne Sascha nicht vorstellen können – sondern nur mit ihm. Ich habe Sascha unglaublich viel zu verdanken und wünsche ihm für alles, was kommt, nur das Beste. Wir werden weiterhin viel zusammenarbeiten. Vielleicht nicht mehr in erster Reihe – aber weg wird er nie sein. Er bleibt ein ganz wichtiges Puzzleteil unseres Teams.“
Ergebnisse Speedway-U19-Paar-EM-Finale Pocking/D:
1. Polen, 31 Punkte: Bartosz Banbor 16, Kevin Malkiewicz 15, Kacper Mania N
2. Dänemark 30: Mikkel Andersen 16, Jacob Jensen 14
3. Großbritannien 22+3: Luke Harrison 2, William Cairns 12+3, Cooper Rushen 8
4. Deutschland 22+2: Patrick Hyjek 12+2, Tyler Haupt 10, Hannah Grunwald N
5. Schweden 21: Leon Klasson 9, Anton Jansson 12
6. Slowenien 16: Sven Cerjak 13, Gregor Zorko 3
7. Tschechien 15: Petr Kvech 3, Adam Nejezchleba 12, Matej Tuma 0
8. Ukraine 11: Makar Levishyn 11
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Text Quelle: Bernhard Härtinger, Presse Speedway Team Germany







