FIA Karting Academy Trophy, Junior-Klasse
02. – 05. Juli 2026 | Sarno-Napoli (ITA)
Circuito Internazionale Napoli
Beim zweiten Lauf der FIA Karting Academy Trophy auf dem Circuito Internazionale Napoli in Sarno (Italien) zeigte Stavros Tsotsos Francia aus Herzogenaurach eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber seinem Debüt in Genk. Als deutscher Vertreter qualifizierte er sich in einem Feld von 48 internationalen Nachwuchstalenten erstmals für das Finale der besten 36 Fahrer. Entscheidend war dabei weniger das Ergebnis als die Entwicklung über das gesamte Wochenende: konstante Leistungen und fehlerfreie Rennen im hart umkämpften Mittelfeld.
Bereits im Zeittraining zeigte sich diese Entwicklung. Mit einer Bestzeit von 1:00,767 Minuten belegte Stavros Rang 14 in seiner Gruppe und Position 27 der Gesamtwertung. Besonders erfreulich: Im ersten Streckenabschnitt gehörte er zu den schnellsten Fahrern. Gleichzeitig lieferte die Sektoranalyse eine klare Erkenntnis für die weitere Arbeit: Im schnellen mittleren Streckenabschnitt besteht weiterhin Entwicklungspotenzial.
In den drei Qualifikationsrennen bestätigte Stavros seine Pace mit konstanten Leistungen. Mit Platz 12 im ersten Heat – seinem stärksten Rennen des Wochenendes und zwei gewonnenen Positionen – sowie den Plätzen 13 und 14 in den beiden weiteren Läufen blieb er über das gesamte Wochenende konkurrenzfähig. In einer Serie, in der zahlreiche Kollisionen, Zeitstrafen und Ausfälle die Ergebnislisten prägten, brachte er alle drei Rennen ohne Zwischenfälle oder Strafen ins Ziel. Der Lohn war Rang 27 der Zwischenwertung und damit die sichere Qualifikation für das Finale.
Der Sonntag begann dann äußerst vielversprechend: Im Warm-up am Morgen lag Stavros deutlich näher an der Spitze des Feldes als an den Vortagen — ein klares Signal, dass die Arbeit an der Abstimmung und die Erkenntnisse aus der Sektoranalyse Früchte trugen. Mit diesem Rückenwind ging es ins Finale.
Im Finale am Sonntag zeigte Stavros zunächst ein kontrolliertes Rennen und behauptete seine Position in einer engen Verfolgergruppe. Über die ersten zehn Runden hielt er konstant Anschluss an das Feld, bevor ein technischer Defekt am Bremssystem das Rennen vorzeitig beendete. Ein unglückliches Ende eines Wochenendes, an dem fahrerisch vieles zusammenpasste.
Besonders erfreulich war die mentale Entwicklung nach dem schwierigen Auftakt in Genk. Weniger als sechs Wochen nach dem unverschuldeten Unfall in Genk mit einer Belastung von rund 21g kehrte Stavros auf die Rennstrecke zurück, arbeitete sich Session für Session nach vorne und qualifizierte sich erstmals für das Finale der FIA Karting Academy Trophy.
Auch abseits der Rennstrecke setzte Stavros in Sarno ein persönliches Zeichen. Seit diesem Monat engagiert er sich offiziell als ehrenamtlicher Helfer (Volunteer) für Make-A-Wish Deutschland. Mit diesem Engagement möchte er seine sportliche Plattform nutzen, um auf die Arbeit der Kinderwunschorganisation aufmerksam zu machen und schwer kranken Kindern Hoffnung zu schenken.
Mit dem Saisonfinale in Viterbo im Oktober richtet sich der Blick nun nach vorne. Die Entwicklung in Sarno hat gezeigt, dass Stavros auf dem richtigen Weg ist und wichtige Fortschritte gemacht hat. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden nun die Grundlage für die weitere Vorbereitung auf das Finale der FIA Karting Academy Trophy.
Quelle Text: Pilar Francia Ruiz
Fotos: Ruben Luque | rluquephotography
Rennkalender der FIA Karting Academy Trophy 2026
Die Serie umfasst je drei Läufe pro Klasse im Rahmen der FIA-Kart-Europameisterschaften.
Senior-Klasse
- 07.–10. Mai | Chiva-Valencia (Circuito Int. Lucas Guerrero, Spanien)
- 11.–14. Juni | Mülsen (Motorsportarena Mülsen, Deutschland)
- 30. Juli – 02. August | Kristianstad (Asum Ring, Schweden)
Junior-Klasse
- 21.–24. Mai | Genk (Karting Genk, Belgien)
- 02.–05. Juli | Sarno (Circuito Internazionale Napoli, Italien)
- 08.–11. Oktober | Viterbo (Leopard Circuit, Italien)







