Riss, Fienhage und Dilger kämpfen für den DMSB um WM-Gold

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13 Langbahn-Team-Weltmeisterschaften sind bislang ausgetragen. Achtmal siegte das Team des DMSB. 2022 werden die Karten auf vielfache Art und Weise neu gemischt. Nicht nur, dass nach zwei Coronajahren erstmals wieder eine Weltmeisterschaft ausgetragen wird, auch der Modus ändert sich. Neun statt bislang sechs Nationen kämpfen in diesem Jahr in Herxheim um die Krone im Mannschafts-Langbahnsport. Die Teams selbst bestehen nicht mehr aus vier, sondern nunmehr aus drei Piloten. DMSB-Teammanager Josef Hukelmann hat die Sportler nominiert. Die Devise lautet: Angriff auf den WM-Titel.

Fünf Jahre ist es her, dass das schwarz-rot-goldene Team letztmals Gold mit nach Hause brachte. 2017 wurde die Team-WM im niederländischen Roden ausgetragen. Damals erstmals mit dabei war der gerade einmal volljährig gewordene Lukas Fienhage (Lohne). 2020 wurde Fienhage Einzel-Weltmeister. Und der inzwischen 22-Jährige steht auch in diesem Jahr wieder im Nationalteam. Erstmals tut er dies gemeinsam mit einem, der noch einen WM-Titel mehr aufweist als Fienhage: Erik Riss. Der 26-jährige Bad Wurzacher wird überdies in Herxheim die Kapitänsbinde tragen. „Die Rangordnung habe ich aufgrund der Zahl der Titel nach Rücksprache mit den Jungs festgelegt“, erklärt Teammanager Josef Hukelmann. Zu den „Jungs“ gehört auch Max Dilger aus Lahr. Dilger feierte 2019 im niedersächsischen Vechta seine Team-WM-Premiere. Erik Riss, der mit seinem dritten Team-Germany-Einsatz mit seinem Vater Gerd gleichzieht, kehrt nach einigen Jahren wieder auf die Langbahn zurück. Lukas Fienhage ist als jüngstes Teammitglied 2022 bereits zum vierten Mal Teil der deutschen Nationalmannschaft.

Hukelmanns Entscheidung, wer zum Einsatz kommen wird, fiel in Rücksprache mit dem nun nominierten Trio und weiteren Aspiranten. „Nachdem klar war, dass Martin Smolinski aufgrund seiner Hüft-OP in diesem Jahr nicht antreten wird, haben wir uns zu sechst zusammentelefoniert“, erzählt Hukelmann. Eines der Ergebnisse aus dem Gespräch: Michael Härtel (24) aus Dingolfing wird aufgrund seines Ingenieur-Studiums und den in Kürze anstehenden Prüfungen auf einen Start in Herxheim verzichten. Härtel steht aber als zweiter Reservist zur Verfügung, sollte sich ein Fahrer aus dem nominierten Trio verletzen. Erster Nachrücker wäre in diesem Fall Jörg Tebbe aus Dohren. Der 43-Jährige war schon achtmal für das DMSB-Team nominiert. Mehr Einsätze (zehn) hatte lediglich Stephan Katt.

Einfach wird es für Riss, Fienhage und Dilger am 26. Mai nicht werden, wenn sie auf die Piloten aus den Niederlanden, Titelverteidiger Frankreich, Großbritannien, Tschechien, Finnland und den Neulingen aus Dänemark, Schweden und Polen treffen. Erst einmal gilt es, die Qualifikationsläufe zu überstehen. Jeweils zwei statt bislang drei Fahrer werden je Nation und als Teil des Sechser-Starterteams die Läufe bestreiten. In 24 Vorläufen muss sich jede Mannschaft acht Mal bewähren. Gilt in den Vorläufen noch die 5-4-3-2-1-0-Punkteregelung, werden im Finale mit den drei punktbesten Teams 8-7-6-5-4-0 Punkte vergeben. Weltmeister wird jene Nation, die im Finale die meisten Punkte erzielt. Herrscht dann noch immer Punktegleichheit, zählt der im Finale besser platzierte Fahrer. Zweiter wird das Team mit der addiert zweithöchsten Punktezahl.

„Wir werden in Herxheim als geschlossenes Team auftreten und alle werden mit einer sehr guten Einstellung für Deutschland den bestmöglichen Erfolg erringen“, sagt Teammanager Josef Hukelmann. Natürlich heißt dies: Angriff auf Gold: „Dennoch haben wir selbstverständlich Respekt vor allen anderen Nationen.“ Für Hukelmann ist Herxheim im Übrigen die 14. Langbahn-Team-Weltmeisterschaft als Teammanager. Ihm zur Seite steht als DMSB-Delegierter und -Mannschaftsbetreuer Josef Frohnwieser aus Mühldorf.

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