Nachhaltiges Strom- und Wasserkonzept beim Enduro Club Lemgow

#Umwelt- und Naturschutz
Mit Unterstützung des DMSB-Innovationsfonds hat der Enduro Club Lemgow ein nachhaltiges Energie- und Beregnungssystem umgesetzt. Dank Brunnenbohrung, fester Stromversorgung und automatischer Beregnung werden Ressourcen geschont, Kosten gesenkt und die Trainingsbedingungen – insbesondere für den Nachwuchs – erheblich verbessert.

Der Enduro Club Lemgow stand vor einem typischen Problem vieler Clubs im Offroadsport: Die Versorgung der Trainingsstrecke mit Wasser und Strom war aufwendig, teuer und ökologisch nicht tragfähig. Denn um die für den Trainingsbetrieb notwendige Beregnung der Anlage durchzuführen, musste der Motorsportverein aus Niedersachsen jeweils ein Notstromaggregat mieten. Für die Wasserversorgung der mobile Beregnung wurden ein Traktor mit Güllefass eingesetzt, der aufbereitetes Trinkwasser von einem entfernten Hydranten holte: Das war nicht nur mühsam, sondern verbrauchte auch Dieselkraftstoff in großen Mengen sowie wertvolles Trinkwasser. Die Verantwortlichen des Clubs beschlossen deshalb, der ökologisch fragwürdigen Praxis ein Ende zu setzen und mit Hilfe von Fördermittel des DMSB-Innovationsfonds ein ganzheitliches Konzept umzusetzen.

Im Mittelpunkt des durchgeführten Projektes stand, die Energie- und Wasserversorgung nachhaltig sicherzustellt. Erreicht wurde es mit drei zentralen Maßnahmen:

  • Feste Stromversorgung: Ein Stromanschluss mit Verteiler ersetzt das Notstromaggregat.
  • Brunnenbohrung: Statt Trinkwasser wird Brauchwasser genutzt, das über eine fest installierte Pumpe gefördert wird.
  • Automatisierte Beregnung: Ein Leitungsnetz mit fest verbauten Regnern ermöglicht eine bedarfsgerechte, schnelle und einfache Bewässerung.

 

Beachtliche Erfolge erzielt

Das Projekt des Motorsportclubs aus dem Landkreis Lüchow – Dannenberg erwies sich nicht nur für den Verein als Erfolg: Auf allen Ebenen der Nachhaltigkeit wurden positive Effekte erzielt.

  • Ökologische Betrachtung: Jährlich werden durch die neue Beregnungsanlage rund 3.400 Liter Diesel und damit fast 9.000 Kilogramm CO₂ eingespart. Zudem entfällt der Verbrauch von etwa 100.000 Litern Trinkwasser pro Jahr.
  • Soziale Ebene: Die Trainingsintensität der Autocross- und MX-Sportler konnte spürbar erhöht werden, da Strom und Wasser nun per Knopfdruck verfügbar sind. Besonders profitiert auch der Nachwuchs des Enduro Clubs Lemgow, der nun deutlich öfter trainieren kann.
  • Wirtschaftliche Ebene: Die aufgewendeten Finanzmittel werden sich durch die deutlich reduzierten Kosten amortisieren und tragen dazu bei, die Strecke auch in Zukunft dauerhaft weiter betreiben zu können.

 

Fazit

Das Projekt des EC Lemgow beseitigte nicht nur logistische Hürden und reduzierte Kosten, es ist auch durch die erzielten Umwelteffekte beispielhaft und leistet obendrein durch die verbesserte Nutzbarkeit der Strecke einen wertvollen Beitrag zum Vereinsleben. Es kann damit als Vorbild für andere Motorsportvereine empfohlen werden. Denn mit vergleichsweise einfachen Maßnahmen zeigte der Enduro Club Lemgow auf, wie Motorsportinfrastruktur zukunftsfähig gestaltet werden kann.