Der Rückblick auf die DMX-Saison 2026

Stiller im Sprung auf seinem Quad©

Von der perfekten Saison bis zur Entscheidung im letzten Lauf: Der Rückblick auf die DMX 2026

Neun Klassen, neun Deutsche Meister und eine Saison voller Höhepunkte: Vom Auftakt am Ostermontag in Hänchen und Lübtheen bis zum Finale in Thurm und Rudersberg im September bot die Deutsche Motocross-Meisterschaft 2026 spannende Titelkämpfe, beeindruckende Siegesserien und eine dramatische Entscheidung im letzten Lauf. Gleich mehrere Champions blieben dabei über die gesamte Saison nahezu ungeschlagen.

DMX Open: Thunecke mit Konstanz zum Titel

In der DMX Open war Konstanz der Schlüssel zum Titel. Den Saisonauftakt in Genthin gewann Noah Ludwig nach einem Schlagabtausch mit seinem Sarholz-Teamkollegen Tom Koch. Bei der zweiten Veranstaltung auf Rügen übernahm Max Thunecke mit dem Tagessieg die Tabellenführung und gab sie bis zum Saisonende nicht mehr ab. Während sich Koch, Ludwig und Peter König bei ihren gelegentlichen Einsätzen die meisten Tagessiege teilten, punktete der Suzuki-Pilot konstant in den vorderen Rängen. Koch und Ludwig lieferten sich in Aichwald und Bielstein zwei Duelle mit Punktgleichstand, die Koch jeweils dank des besseren zweiten Laufs für sich entschied. In Teutschenthal feierte Koch bereits seinen dritten Tagessieg. In Holzgerlingen krönte sich Thunecke dann mit einem Doppelsieg vorzeitig zum Deutschen Meister. Sein Teamkollege Mark Scheu machte mit der Vizemeisterschaft den Erfolg für Johannes-Bikes Suzuki komplett. Ludwig schob sich mit einem Doppelsieg beim Finale in Thurm noch auf den dritten Gesamtrang vor.

DMX 250: Greiner krönt sich im letzten Lauf

Die DMX 250 bot den spannendsten Titelkampf des Jahres. Valentin Kees gewann den Auftakt in Schnaitheim, doch ab der zweiten Veranstaltung in Lugau führte Linus Jung die Tabelle an. Zu seinem stärksten Rivalen entwickelte sich Fritz Greiner. Der feierte in Genthin und Wolgast Tagessiege und verkürzte den Rückstand in Wolgast auf einen einzigen Punkt. Jung konterte mit Tagessiegen in Bielstein und Teutschenthal und reiste mit neun Punkten Vorsprung zum Finale nach Thurm. Dort gewann er den ersten Lauf und baute sein Polster auf 14 Zähler aus. Im zweiten Lauf lag Jung auf Meisterschaftskurs, als ihn ein Defekt am Hinterrad zur Aufgabe zwang. Greiner sicherte sich mit zwei fünften Plätzen den Titel mit sechs Punkten Vorsprung. Ben-Lukas Bremser, Tagessieger in Magdeburg, komplettierte das Podium der Meisterschaft.

DMX 125: Lange behält die Nerven

In der DMX 125 wechselte die Tabellenführung in der ersten Saisonhälfte mehrfach. Max Meyer gewann den Auftakt in Höchstädt, Finn Lange übernahm in Genthin die Spitze, ehe sein Teamkollege Tim Schröter in Magdeburg vorbeizog. Ab Aichwald gab Lange dann den Ton an. Mit Tagessiegen in Aichwald, Wolgast, Ueckermünde und Teutschenthal baute er seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Meyer wurde von einer Handverletzung zurückgeworfen, meldete sich aber in Teutschenthal mit einem Laufsieg zurück und feierte in Holzgerlingen ein perfektes Wochenende. Beim Finale in Thurm tat Schröter mit zwei Laufsiegen alles, was in seiner Macht stand. Doch Lange machte mit den Plätzen zwei und drei den Titel perfekt und wurde mit 28 Punkten Vorsprung Deutscher Meister. Hinter Vizemeister Schröter wurde es im Kampf um Rang drei noch einmal richtig eng. John Kranhold setzte sich hauchdünn vor Simon Hahn und Meyer durch, die drei trennten am Ende nur fünf Punkte.

DMX Damen: Papenmeier verteidigt ihren Titel souverän

Die DMX Damen ist seit dieser Saison europaoffen ausgeschrieben, auch internationale Starterinnen erhalten volle Meisterschaftspunkte. Dadurch bekam es Larissa Papenmeier mit starker Konkurrenz zu tun. Doch die Titelverteidigerin meisterte diese Herausforderung souverän. Beim Auftakt in Lübtheen und in Genthin setzte sie sich jeweils bei Punktgleichstand gegen die Niederländerinnen Danée Gelissen und Lynn Valk durch. In Höchstädt, Magdeburg, Bielstein und Teutschenthal fuhr sie jeweils mit der Maximalpunktzahl zum Tagessieg. Lediglich in Tensfeld musste sie sich der Britin Lucy Barker und in Aichwald der italienischen Gaststarterin Kiara Fontanesi geschlagen geben. In Bielstein stand Papenmeier mit 85 Punkten Vorsprung bereits vorzeitig als Deutsche Meisterin fest. Zum Saisonabschluss in Teutschenthal setzte sie mit zwei Laufsiegen und jeweils rund 20 Sekunden Vorsprung noch einmal ein Ausrufezeichen. Alexandra Massury sicherte sich die Vizemeisterschaft. Die Österreicherin Elena Kapsamer schob sich beim Finale noch an Amber Simons vorbei auf Rang drei.

DMX 85: Hänel fast makellos

Tom Sönke Hänel prägte die DMX 85 wie kaum ein anderer Fahrer seine Klasse. Vom Auftakt in Lugau an gewann er zwölf Läufe in Folge, bevor ihn Nick de Jong im ersten Lauf in Holzgerlingen erstmals bezwang. Der zweite Platz genügte Hänel jedoch, um sich vorzeitig zum Deutschen Meister zu krönen. Am Ende standen 14 Laufsiege aus 16 Rennen und acht Tagessiege bei acht Veranstaltungen zu Buche. Dahinter entwickelte sich ein spannender Kampf um die weiteren Podiumsplätze. Felix Siegl lag lange sicher auf Rang zwei, doch de Jong kam in der zweiten Saisonhälfte immer näher und gewann auch den letzten Lauf des Jahres in Thurm. Siegl musste dort im zweiten Lauf nach langer Führung mit einem technischen Problem zurückstecken, rettete mit Platz zehn aber den Vizetitel vor de Jong.

DMX 65: Lenarz gewinnt das Teamduell

Die DMX 65 stand im Zeichen eines Duells zwischen den Teamkollegen Bruno Lenarz und Matteo Bauten von der SevenSevenSix MX School. Bereits beim Auftakt in Bensdorf trennten die beiden im zweiten Lauf nur drei Hundertstelsekunden. Lenarz gewann bei Punktgleichstand dank des besseren zweiten Laufs, und auch in Tessin entschied das zweite Rennen zu seinen Gunsten. Mit Tagessiegen bei den ersten sechs Veranstaltungen baute Lenarz seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Eddi Haustein mischte als dritte Kraft immer wieder vorne mit und feierte in Wolgast seinen ersten Laufsieg. In Teutschenthal holte sich Bauten den Tagessieg, beim Finale in Thurm gewann Haustein die Tageswertung. Lenarz genügte dort im ersten Lauf Rang sechs zum Titelgewinn. Den letzten Laufsieg der Saison ließ sich der neue Meister dennoch nicht nehmen. Bauten wurde Vizemeister vor Haustein.

DMX 50: Gohlke mit der perfekten Saison

Eine perfekte Saison gelang Melvin Gohlke in der DMX 50. Bereits beim Auftakt in Bensdorf fuhr er die Trainingsbestzeit und gewann beide Läufe. Dieses Bild zog sich durch das gesamte Jahr. Gohlke gewann alle zwölf Wertungsläufe sowie alle sechs Tageswertungen und führte die Meisterschaft vom ersten bis zum letzten Rennen mit der Maximalpunktzahl an. Den Titel sicherte er sich beim Finale in Thurm bereits im ersten Lauf. Auch seine Verfolger zeigten sich über die gesamte Saison sehr konstant. Willy Grünberg und Eugen Trylinskyi kämpften bei nahezu jeder Veranstaltung um die Plätze zwei und drei. Grünberg, der in Thurm im letzten Lauf bis auf knapp drei Sekunden an Gohlke herankam, wurde Vizemeister vor Trylinskyi.

DMX Quad: Matteo Stiller wird jüngster Champion

Die DMX Quad bot über die gesamte Saison einen offenen Titelkampf. Routinier Manfred Zienecker gewann den Auftakt in Hänchen und später auch in Aichwald mit zwei Laufsiegen, startete jedoch bei mehreren Veranstaltungen nicht und hatte auch mit technischen Defekten zu kämpfen. Adam Tucek feierte in Schnaitheim den ersten Tagessieg seiner Karriere. Danach drückte Jordi Niclas Gieler der Klasse seinen Stempel auf. Mit Tagessiegen in Aufenau, Wriezen, Schopfheim und Schwedt wurde er Halbzeitmeister und ging mit 18 Punkten Vorsprung auf Matteo Stiller ins Finale. Stiller hatte in Dolle seinen ersten Tagessieg gefeiert und sich mit konstanten Ergebnissen stets in Schlagdistanz gehalten. Beim Finale in Rudersberg fehlte Gieler krankheitsbedingt. Stiller nutzte die Chance, gewann beide Läufe und krönte sich mit 16 Jahren zum jüngsten Quad-Meister. Gieler wurde Vizemeister vor Luca Stiller, dem Bruder des neuen Champions.

DMX Seitenwagen: Peter/Zimmermann von Beginn an vorne

In der DMX Seitenwagen setzten Adrian Peter/Julian Zimmermann bereits beim Saisonstart in Hänchen ein Zeichen. Mit dem Best Qualifier Award und einem Start-Ziel-Sieg im ersten Lauf legten sie den Grundstein für den Tagessieg und übernahmen die Tabellenführung, die sie die gesamte Saison über behielten. In Schnaitheim und Schopfheim folgten weitere Tagessiege. Selbst als die WM-Piloten Tim Prümmer/Patrick Schneider in Aufenau als Gaststarter dominierten, sammelten Peter/Zimmermann als Zweite wichtige Punkte. Ihre stärksten Verfolger waren Leon Hofmann/Leon Freygang. Das Duo feierte in Dolle seinen ersten Tagessieg und wiederholte diesen Erfolg in Schwedt, jeweils punktgleich mit den Spitzenreitern. Am Vorsprung von Peter/Zimmermann änderte das jedoch wenig. Beim vorgezogenen Finale in Aichwald machten sie mit dem Tagessieg den Titel perfekt. Hofmann/Freygang wurden Vizemeister vor Patrick Hengster/Justin Blume.

Quelle Text: Presse ADAC MX Masters
Weitere Infos sind auf der ADAC/MX-Masters-Website zu finden.

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