Nachwuchsförderung emissionsfrei – das Projekt eTrial K1DS

#Umwelt- und Naturschutz #Fahrzeugtechnik #Nachwuchsförderung
Mit Unterstützung des DMSB-Innovationsfonds hat der TuS Fürstenfeldbruck das Projekt eTrial K1DS gestartet. Mit elektrisch betriebenen Motorrädern werden Kinder und Jugendliche für den Trialsport begeistert, Trainer qualifiziert und neue Strukturen für eine nachhaltige Nachwuchsarbeit geschaffen.

Der TuS Fürstenfeldbruck zählt zu den wichtigen Adressen im deutschen Trialsport. Mit dem Projekt eTrial K1DS setzte der Verein neue Maßstäbe für die Nachwuchsarbeit: Kinder und Jugendliche können den Einstieg in den Sport emissionsfrei und unkompliziert über elektrisch betriebene Motorräder finden. So verbindet das Projekt ökologische Zukunftsfähigkeit mit sozialer Verantwortung im Jugendsport und arbeitet obendrein aktiv dafür, junge Menschen für eine spannende Motorsportdisziplin zu begeistern.

Der Nachwuchs im Fokus

Einen klaren Schwerpunkt legten die Vereinsverantwortlichen auf der Nachwuchsgewinnung – nicht zuletzt, weil während der Corona-Pandemie manch junges Mitglied die Reihen des TuS Fürstenfeldbruck verließ. Regelmäßige Schnuppertrainings, Lehrgänge und Sommercamps machen nun den Einstieg leicht. Parallel dazu wurden acht neue DOSB-C-Trainer ausgebildet und weitere Qualifikationen wie Fahrtleiter-, Veranstaltungs- oder Umweltlizenzen erworben. Damit wurde nicht nur die Trainingsqualität deutlich gesteigert, sondern auch eine wichtige Basis für eine nachhaltige Vereinsentwicklung geschaffen.

Auch die Integration von Elektromotorrädern in den Wettbewerb war ein erklärtes Ziel: So wurde ein eigener Wettbewerb mit dem Titel “eTrial K1DS CupE ins Leben gerufen, der perspektivisch vom Bayerischen Motorsport-Verband übernommen werden soll. Erste sportliche Erfolge belegen die Wirkung – so holte Magdalena Hubner aus der Jugendabteilung des TuS Fürstenfeldbruck den Titel bei der Europameisterschaft in Tschechien. Drei Nachwuchsfahrerinnen und -fahrer sind bereits in den Landeskader berufen worden.

Nachhaltigkeitsaspekte

Neben der sportlichen Dimension wirkt das Projekt auch ökologisch: Elektro-Trials arbeiten logischerweise emissionsfrei und leiser als klassische Motorräder – ein Beitrag, um Akzeptanz und Zukunftsfähigkeit des Sports dauerhaft zu sichern.

Und auch die soziale Nachhaltigkeitsdimension wird im Projekt berührt: Die neuen Angebote erleichtern den Einstieg für Nachwuchspiloten und schaffen attraktive Strukturen für Kinder und Jugendliche. Das Projekt erfuhr auch mediale Aufmerksamkeit und wirkte damit auch über den Kreis der aktiven Teilnehmer und Organisatoren hinaus.

Der Verein setzt seine Aktivitäten fort und verfolgt eine ambitionierte Vision: Mit der konsequenten Förderung des Elektro-Trials möchte er langfristig die Grundlagen legen, um die Disziplin vielleicht eines Tages sogar olympisch werden zu lassen.

 

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